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Neue Diskussion um Huhtamaki

Sorge um günstige Wohnungen Neue Diskussion um Huhtamaki

Der Mangel an günstigen Wohnraum beschäftigt weiter die Gremien der Stadt Göttingen. In ihrer jüngsten Sitzung haben die Mitglieder des Bauausschusses deshalb auch über die Bebauung des ehemaligen Huhtamaki-Geländes in Weende diskutiert - obwohl  der Bauherr Zugeständnisse angekündigt hat.

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Auf dem ehemaligen Huhtamaki-Gelände will ein Investor Wohnhäuser bauen.

Quelle: Stadt Göttingen/BPW

Weende. Während großteils Ein- und Zweifamilienhäuser das Areal prägen sollen, kündigte Frank Schlegelmilch vom Planungsbüro Baumgut und Partner für die Randzonen zusätzliche Mehrfamilienhäuser an: Diese sollen einige geplante kleinere Häuser im Westen des ehemaligen Gewerbegebietes ersetzen, was zusätzlich 44 günstige Wohnungen mit sich bringen würde. Außerdem seien nun im nördlichen Teil 56 statt 44 Wohnungen im Geschosswohnbau anvisiert.

Offen war in der Sitzung allerdings, inwiefern die Änderungen eine Neu-Auslegung der Baupläne notwendig machen: Dann bestehe das Risiko, die kommende Bausaison zu verpassen, sagte Schlegelmilch. Auch deshalb zeigten sich  Hans Otto Arnold (CDU) und Felicitas Oldenburg (FDP) angesichts des Wohnraummangels im Stadtgebiet mit dem jetzigen Plan einverstanden. Auch Sylvia Binkenstein (SPD) signalisierte trotz kleinerer Bedenken beim Lärmschutzkonzept Zustimmung.

Weil die Grünen hingegen Beratungsbedarf angemeldet haben, kam es im Bauausschuss zu keiner endgültigen Entscheidung. Einerseits kritisierte Ulrich Holefleisch den zeitlich versetzten Baubeginn auf den einzelnen Teilflächen. Anderseits wollte er wissen, inwiefern eine langfristige Preisbindung für den günstigen Wohnraum möglich sei. Dass Arnold auf die ausbleibende staatliche Förderung bei dem Vorhaben verwies, brachte ihn davon nicht ab.

Ähnlich wie Holefleisch sah es Gerd Nier (Wählergemeinschaft Göttinger Linke), der befürchtete, die Wohnungen könnten in absehbarer Zeit ebenfalls in Hochpreissegmet rutschen. Zugleich signalisierte er trotzdem Zustimmung: Der nun geplante günstige Wohnraum sei "zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin ein Tropfen".

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