Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Neue Fassaden für die Barfüßer- und Weender Straße

Baupläne Neue Fassaden für die Barfüßer- und Weender Straße

Die Bauarbeiten in den Häusern Weender Straße 36 und 38 sowie Barfüßerstraße 8/9 schreiten voran. Jetzt hat Architekt Hansjochen Schwieger die Pläne für die Fassadengestaltung vorgestellt.

Voriger Artikel
Gerda Versen feiert ihren 100. Geburtstag
Nächster Artikel
Motorradfahrerin schwer verletzt

Barfüßer Straße: Das ehemalige Quelle-Gebäude (2. v. r.) bekommt eine moderne Fassade mit Stein und Glas.

Quelle: Architekturbüro Schwieger

„Unsere Arbeit besteht darin, Altes zu bewahren, und fehlende Elemente zu ergänzen“, erklärt Architekt Schwieger. Bei der Neugestaltung der Fassade des Hauses in der Weender Straße 36 wird das deutlich: Während unten die Fassade von einer hohen Schaufensterfront dominiert wird, soll oben die Putzdekoration, die nach 1910 entstanden ist, mit ihren Pfeilern und Gesimsen erhalten bleiben. „Alles geschieht in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde“, sagt Schwieger. Das Haus aus dem 19. Jahrhundert steht unter Denkmalschutz.

Anders ist die Situation beim Haus Barfüßer Straße 8/9: Architekt Schwieger sieht an der Fassade aus den 50er Jahren „wenig Erhaltenswertes“. Daher plant er eine „moderne, hochwertige Fassade“. Auch dabei sollen viel Glas – hochgezogen bis in den zweiten Stock – und Naturstein verwendet werden. Die in sich dreigeteilte Fassade werde durch einen Risalit, ein auf ganzer Höhe hervorspringender Gebäudeteil, „plastisch ausgearbeitet“, erklärt Schwieger. Sein Entwurf fußt auf mehreren Architektenentwürfen, die in Zusammenarbeit mit dem Göttinger Städtebaubeirat entstanden sind. Er betont, dass beide Fassaden die Göttinger Innenstadt „bereichern und verschönern“ werden.

Im Inneren der insgesamt drei Gebäude – auch die Weender Straße 38 wird umgebaut –, die zusammengelegt werden sollen, entstehen rund 2000 Quadratmeter Nutzfläche. „Es sind verschiedene Nutzungen möglich“, erläutert Schwieger. Mit der „eingebauten Flexibilität“ seien auch verschiedene Ladengrößen möglich. Schwieger rechnet, dass der Umbau im Frühjahr 2010 abgeschlossen sein wird.

„Kein Kommentar“

Welche Mieter in den Läden künftig ihre Waren anbieten, steht immer noch nicht fest. Fest steht hingegen aber, dass sich die Stadt in den Räumen nach Möglichkeit einen Textil-anbieter wünscht, auch wenn die Vermietung Sache des Investors ist.

Zuletzt war die Buchhandlung Thalia als Mieterein im Gespräch – eine Tochter der Douglas Holding, die schon einmal mit einer Parfümerie-Filiale Mieterin in der Weender Straße 36 gewesen ist. Zur Douglas-Holding gehört auch der Kölner Textil-Anbieter Appelrath-Cüpper, der ebenfalls im Gespräch ist, sich in Göttingen niederzulassen. „Kein Kommentar“, heißt es dazu schroff auf Tageblatt-Anfrage zu einem möglichen Engagement in Göttingen aus beiden Firmenzentralen. Nach Auskunft von Architekt Schwieger sei die Mieternachfrage für das Objekt aber groß.

Von Michael Brakemeier

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Bilder der Woche vom 14. bis 20. Oktober 2017