Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Neue Ideen für bessere Radwege

Politik verärgert über Verwaltungsvorstoß Neue Ideen für bessere Radwege

Mit Doppelradwegen und Gegenverkehr, Mini-Kreisel und einer Schikane für Autofahrer will die Göttinger Verwaltung Südstadt und Leineviertel für Radfahrer besser an den Bahnhof anbinden. Ideen, die die Baupolitiker im Rat zwar lobten, trotzdem reagierten sie sehr verärgert.

Voriger Artikel
Kommunalwahl 2016: Wie geht wählen?
Nächster Artikel
OVG bestätigt Verbot von NPD-Marsch

Neue Ideen für bessere Radwege aus der Südstadt zum Bahnhof.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Es ist der Versuch, Radfahrer aus dem Süden und Südwesten der Stadt besser an der viel Bürgerstraße entlang und trotz schmaler Einbahnstraßen auf erlaubten Wegen zum Bahnhof zu führen. Ein grundsätzlichen Ziel, das Rat und Verwaltung eigentlich schon vor der Entscheidungen für die Verlängerung des Radschnellweges Richtung Rosdorf diskutiert hatten. Dabei hatte die Verwaltung aber erklärt, dass das aufgrund enger Straßen und schmaler Randbereiche verkehrstechnisch nicht möglich sei.

Ergebnis: Der E-Radschnellweg wird jetzt von der Groner Landstraße an der Bahn entlang über Hasengraben, Leinestraße und Eisenbahnstraße geführt. Kritiker fürchteten aber, dass Radfahrer dann trotzdem weiterhin über Rosdorfer Weg und Bürgerstraße fahren – unter Missachtung vieler Verkehrsregeln.

Vor diesem Hintergrund hat die Verwaltung jetzt im Bauausschuss Umbau-Ideen vorgestellt. Die Kernpunkte: Der westliche Radweg an der Bürgerstraße wird zwischen Groner Tor und Rosdorfer Weg für Radfahrer auch in Gegenrichtung freigegeben. Der Rosdorfer Weg wird ebenfalls für gegenläufigen Radverkehr ausgewiesen. Zwischen Bürger- und Marienstraße wird an der Westflanke ein hochgelegter Doppelradweg angelegt.

Dazu sollen Parkplätze wegfallen. An der Kreuzung zur Marienstraße soll ein Mini-Kreisel den Seitenwechsel von Radfahrern erleichtern. An der Einfahrt von der Bürgerstraße in den Rosdorfer Weg soll eine Ausbuchtung dafür sorgen, dass Autos nicht zu schnell einbiegen. Auch für einen Umbau des westlichen Radweges an der Bürgerstraße gibt es Ideen, die die Verwaltung vorerst aber aus finanziellen Gründen zurückstellen will.

„Das ist richtig ärgerlich“, kommentierte Christian Henze (SPD) im Ausschuss die Vorschläge. Ähnlich äußerte sich Hans Otto Arnold (CDU). Die Ideen seien zwar gut, aber während der Debatte um den Schnellweg habe die Verwaltung sie noch als „nicht machbar“ abgelehnt. Immerhin bieten sie „dann eine regelkonforme Anbindung“, sagte Ulrich Hohelfleisch (Grüne) Felicitas Oldenburg (FDP) beklagte zudem, dass Parkflächen wegfallen sollen.

Die Verwaltung konterte, dass es jetzt um einen normale Radwege gehe, für einen Radschnellweg würden weit höhere Auflagen gelten. Eine Entscheidung gab es nicht, die Fraktionen wollen erst einmal weiter intern beraten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“