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Neue Ideen sollen bedrohte Kindergärten retten

Evangelische Kindergärten Reiffenhausen und Ballenhausen Neue Ideen sollen bedrohte Kindergärten retten

Nur noch je sieben Kinder in den evangelischen Kindergärten Reiffenhausen und Ballenhausen: Damit liegen beide Einrichtungen unter der Mindestmarke von zehn Kindern, wie sie der Rat Friedland einst als noch tragbar festgeschrieben hat.

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Soll kombinierte Krippe und Kita werden: Kindergarten Reiffenhausen.

Quelle: Hinzmann

Friedland. Eine Aussicht auf Besserung besteht nach Anmelderzahlen und Geburtenstatistik nicht. Dennoch  soll versucht werden, den Bestand beider Kindergärten zu sichern. Das empfahl einstimmig der Sozialausschuss.

Kreative Ideen

Die Ideen zur Rettung sind kreativ. So soll die Kita Reifenhausen künftig als kombinierte Krippe und Kindergarten geführt werden. Kinder vom ersten bis zum sechsten Lebensjahr sollen betreut werden. Das setzt freilich ein besonderes pädagogisches Konzept voraus, das noch zu erarbeiten ist. Der Antrag, so Wolfgang Linne von der Verwaltung, sei aber schon gestellt und müsse vom Landesjugendamt entschieden werden.

Die Betriebserlaubnis würde zunächst nur für ein Jahr gelten. Weil die ältesten der sieben Kinder in Reiffenhausen derzeit erst vier Jahre alt sind, würde zunächst eine Betreuungsgruppe von einem bis fünf Jahren gelten. Bis zu 14 Kinder könnten so betreut werden – freilich zu unterschiedlichen Kostenbeiträgen, wie sie auch sonst in der Gemeinde für Krippen- und Kita-Plätze gelten. Mit den Eltern müsse nach einem Ortstermin mit dem Landesjugendamt noch gesprochen werden.

Kinder aus Niedernjesa

Für den Kindergarten Ballenhausen gibt es einen anderen Rettungsvorschlag: Hier sollen Kinder aus Niedernjesa die Existenz retten. In dem der Stadt nächsten Friedländer Dorf kann der kommunale Kindergarten ab 2013 nicht alle Anmeldungen annehmen. Den Eltern soll angeboten werden, die Kinder stattdessen in Ballenhausen anzumelden. Den kostenlosen Transport dorthin würde die Gemeinde übernehmen. Mit Kosten von rund 25 000 Euro im Jahr wird gerechnet. Politiker aller Parteien betonten, dass dies als „Angebot“ gelten müsse und Eltern nicht unter Druck gesetzt werden sollen. Gleichwohl ist klar: Nur Kinder aus Niedernjesa können den Bestand der Kita Ballenhausen noch retten.

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