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Neue Ideen sollen bedrohte Kindergärten retten Politiker-Mikado statt klarer Worte

Kommentar

Politiker-Mikado statt klarer Worte

Kennen Sie Politiker-Mikado? Wer sich als erster bewegt, wer als erster das Unwort ausspricht, verliert – die nächste Wahl. Deshalb hört man, wenn es schmerzlich wird, geschwurbelte Reden mit Konjunktiven und Querverweisen auf die Verantwortung anderer.

Soll kombinierte Krippe und Kita werden: Kindergarten Reiffenhausen.

© Hinzmann

So wird vermieden auszudrücken, was auf der Hand liegt und was schmerzt: Kindergärten, denen Kinder fehlen, gehören geschlossen.

Journalisten können das sagen. Sie werden nicht gewählt. Formulierungen wie diese: „Wenn das nicht klappt, dann muss man – man mag es nicht aussprechen – ne, ich tu‘s auch nicht“ (Annette Wollenweber, CDU) schaffen wenig Klarheit. Hier also ganz klar: Es wäre unverantwortlich, Kitas ohne Zukunft weiter künstlich am Leben zu erhalten.

Dennoch lohnt der vorgeschlagene letzte Versuch. Wenn es wirklich gelingt, Eltern aus Niedernjesa dauerhaft an die Kita Ballenhausen zu binden, und wenn das Kombi-Konzept in Reiffenhauen wirklich Brücke zu besseren Zeiten ist, dann ist es den Versuch wert. Diesmal aber mit klarer Ansage, was passiert, wenn es nicht klappt.

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