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Neue Kinderkrippe: Grundriss in Kleeblattform

Bovenden Neue Kinderkrippe: Grundriss in Kleeblattform

Die ersten Kinder sind vor zwei Wochen eingezogen. Heute wird die neue Kinderkrippe mit Familienzentrum am Sonnenberg 60 offiziell eröffnet.

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Farbenfroh und mit Sonnenenergie vom Dach: neue Kinderkrippe in Bovenden.

Quelle: Mischke

Hannes ist noch etwas müde. Wie Maximilian braucht er ein wenig Zeit, um mit neuer Kraft zu neuen Taten zu schreiten. Bis eben haben sie Mittagsschlaf gehalten – im Ruheraum der neuen Kinderkrippe am Sonnenberg in Bovenden. Die beiden gehören zu den ersten sechs Kindern, die die freundlich gestalteten Räume bezogen haben. Ein Blick auf den Grundriss des Gebäudes am Rand des großen Baugebietes verrät: Wie ein Kleeblatt hat das Architekturbüro Sittig und Voges den Bau für Bovendens Kleinkinder gestaltet.

2004 wurde die erste Krippengruppe in Bovenden eröffnet, daran will Bürgermeisterin Heidrun Bäcker (SPD) bei der Eröffnungsfeier heute Nachmittag erinnern. Trotz der von mancher Seite geäußerten Zweifel an der Notwendigkeit wurde es dort schon drei Jahre später eng. Der Rat beschloss, eine zweite Gruppe einzurichten. In der Grundschule am Hort ging das nicht mehr. Auch der Hort brauchte Platz für eine dritte Gruppe – also musste ein Neubau her, damit die von der Krippe genutzten Räume für den Hort freigemacht werden könnten, so Bäcker. 

Fotovoltaikanlage

Die Baugenehmigung erfolgte vor genau einem Jahr, Baubeginn war am 23. Juni. Dem Richtfest im November folgte der lange Winter, der zu einigen Verzögerungen und zur Idee für die Fotovoltaikanlage führte. Dieses Gemeinschaftsprojekt der Gemeindewerke Bovenden und des Architekurbüros wurde für 73000 Euro verwirklicht. 

Am 30. März zogen die ersten Kinder in den Neubau ein. So schnell es geht, soll die bestehende Gruppe folgen, sagt die Leiterin der Krippe, Eva Krengel. Und wenn es hier eng werde, sei das kein Proglem, denn das Gebäude sei so konzipiert, dass problemlos Räume für eine dritte Gruppe angebaut werden können. Viel ist der Gemeinde die neue Einrichtung wert: Insgesamt 530000 Euro hat der Bau zur Verbesserung der Infrastruktur in Bovenden gekostet. Mit rund 200000 Euro werden die 15 neuen Krippenplätze vom Bundesministerium für Familie gefördert. Mit 100000 Euro beteiligt sich die Arbeiterwohlfahrt (Awo), die hier ein Familienzentrum einrichtet. Wo die Kinder toben dürfen, wenn kein Betrieb ist, sollen sich verschiedene Angebote für Bovender Familien entwickeln – von Beratungsgesprächen bis zum Kindergeburtstag. Allmählich will der Ortsverband der Awo das Familienzentrum mit Leben füllen, erläutert Awo-Vorsitzende Ingelore Kettler. Nach und nach wachsen die Pflanzen auf dem Gründach und in den 81000 Euro teuren Außenanlagen. Die Landschaftsplaner von Daber und Kriege haben unter anderem eine Bobbycar-Bahn und einen Kletterhügel vorgesehen.

                                                                                                                                    Von Ute Lawrenz

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