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Neue Löwenbrücke wird in Hann. Münden installiert

Arbeiten Neue Löwenbrücke wird in Hann. Münden installiert

Langsam schwebt das 29 Meter lange und 70 Tonnen schwere Fertigteil der neuen Hann. Mündener Löwenbrücke herab. Ein 52 Meter hoher Kran, dessen Gegengewicht allein 200 Tonnen schwer ist, hat es am Mittwochvormittag von einem Schwertransporter heruntergehoben.

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Quelle: Hinzmann

Hann. Münden. Das Fahrzeug steht auf der alten, marode gewordenen Brücke, 20 Meter vom neuen Standort entfernt. Der Kran lässt das Teilstück auf die Widerlager der neuen Brücke sinken.

„Die Widerlager ruhen ihrerseits auf zwölf jeweils zwölf Meter in den Boden hinabreichenden Betonpfählen“, erläutert Christoph Steck, Inhaber des Hann. Mündener Ingenieurbüros Steck. Er leitet seit Oktober vergangenen Jahres die Sanierungsarbeiten der Kasseler Schlagd, zu denen auch der Brückenneubau gehört. Ausgeführt werden die Arbeiten von der Firma Beck-Bau aus Eschwege, die mit Unterstützung von Subunternehmen bis zu 30 Brücken pro Jahr erstellt. Die Stadt Hann. Münden investiert zwei Millionen Euro in die Sanierung. Mehr als die Hälfte kostet davon die Flussquerung, deren Bau das Land Niedersachsen zu 60 Prozent fördert. Zusammen mit den zwölf Pfählen wurden weitere 108 Stück gegossen. Sie sichern nun die Schlagd, die demnächst noch ihre alte Sandsteinverkleidung erhält.

Foto: Hinzmann

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Die sechs Brückenteile, die eins nach dem anderen vom Kran herübergehoben werden, müssen auf den Zentimeter genau sitzen. Da der Fluss an dieser Stelle breiter wird, sind die gekrümmten Spannbetonteile, die von der Firma Elo Beton aus Eichenzell bei Fulda hergestellt wurden, unterschiedlich lang. In einem nächsten Schritt wird nun eine Betonschicht und eine Abdichtung aufgetragen. Dann erhält die Brücke noch einen Fahrbahnbelag aus Gussasphalt. „Im Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen sein“, kündigt Tiefbau-Ingenieur Mike Bause von den Kommunalen Diensten Hann. Münden an.

Die neue Brücke wird mit acht Metern Fahrbahnbreite und einem beidseitigen Geh- und Radweg deutlich breiter sein als ihre Vorgängerin. „Das erleichtert sowohl den Campern als auch Schaustellern und Reisebusunternehmen, den Tanzwerder anzufahren“, erklärt Bause. Der Neubau ist zudem zwei Meter niedriger. Bei Hochwasser muss er gesperrt werden. „Das ist nicht weiter schlimm, da dann auch die Straßen unter Wasser stehen“, meint der Ingenieur. Schiffsverkehr gibt es in diesem Teilbereich der Fulda keinen mehr.

Nach Freigabe der neuen Brücke wird ihre Vorgängerin für den Verkehr gesperrt. Dann werden die Abrissarbeiten, die für den Herbst angesetzt sind, ausgeschrieben. Die Demontage ist notwendig, da die Genehmigung für eine Sicherungsmaßnahme der Brücke mit Stahlträgern, die 2012 erfolgte, ausläuft.

Von Michael Caspar

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