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Neue Pflanzenabfallverordnung in Göttingen langjährige Praxis

Verwertung hat Vorrang Neue Pflanzenabfallverordnung in Göttingen langjährige Praxis

Verwertung hat Vorrang, und nur im Einzelfall kann die Abfallbehörde das Verbrennen von Pflanzenabfall zulassen. Das ist die Kurzfassung einer neuen Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen und Treibsel (Treibgut auf Gewässern) außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen, kurz Pflanzenabfallverordnung der Niedersächsischen Landesregierung – in der Stadt Göttingen bereits langjährige Praxis.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Um natürliche Materialien optimal zu verwerten und Gesundheitsbelastungen zu vermeiden, räumt die Regelung der Verwertung Priorität ein. Ein Verbrennen müsste bei der Abfallbehörde – etwa bei der Stadt Göttingen – beantragt werden. Im Einzelfall könne die untere Abfallbehörde die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen durch Verbrennen zulassen, wenn ein Befall mit Schadorganismen vorliege oder es aus Forstschutzgründen oder kulturtechnischen Gründen erforderlich sei, sagt Detlef Johannson, Sprecher der Stadtverwaltung. Wenn die Verwertung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar sei wie bei Landschaftspflegemaßnahmen, könne ein Verbrennen ebenfalls genehmigt werden.
Nach der alten Brennverordnung, so Johannson, konnten die Gemeinden Brenntage festsetzen. „Die sind im Stadtgebiet aber seit Jahren nicht mehr zugelassen.“ In Göttingen würden alle Abfälle erfasst und verwertet oder in dafür zugelassenen Anlagen beseitigt. Das gelte auch für die beim Fachdienst Grünflächen anfallenden Abfälle, die in der Kompostanlage Königsbühl kompostiert würden.

Eine in der Verordnung genannte Einzelfallgenehmigung für Gartenbesitzer zum Verbrennen pflanzlicher Abfälle, werde „die seltene Ausnahme sein“ so Johannson. Es sei zumutbar, Grünabfälle über entsprechende Anlagen zu entsorgen, sofern sie nicht auf dem eigenen Grundstück kompostiert werden könnten. Brauchtumsfeuer wie die Osterfeuer seien von der Regelung nicht betroffen. kk

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