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Neue Regeln für den Göttinger Kiessee

Freie Fahrt für Drachenboote Neue Regeln für den Göttinger Kiessee

Die neue Vereinbarung zwischen Wassersportlern und Naturschützern für den Göttinger Kiessee steht. Sie soll Großveranstaltungen wie Drachenbootrennen möglich machen, zugleich aber die Vogelwelt am See mehr schützen als bisher.

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Ein Spaß nicht nur für Kinder: Auf dem Göttinger Kiessee gibt es neue Tretboote, die zurzeit auch noch um die Insel fahren dürfen.

Quelle: Heller

Göttingen. Der Umweltausschuss des Rates hat jetzt mit viel Lob Zustimmung signalisiert. UNterdessen gibt es in der Flotte des Bootsverleihs vier neue, leisere Tretboot – ebenfalls mit weniger Wellen am Heck.

Damit habe der Streit zwischen Vogelschützern, Sportvereinen und Freizeitgruppen doch recht schnell ein friedliches Ende, kommentierte Stadtbaurat Thomas Dienberg die Vereinbarung der Sportvereine, Universtät, Stadt Göttingen und Naturschutzverbände auf freiwilliger Basis. Auslöser der Debatte war die Idee, neben Freizeitbooten, Wasserpolo und der  jährlichen Regatta ein Rennen mit Drachenbooten zu organisieren. Vor allem Ornithologen protestierten. Ihr Wellenschlag könne Vogelnester im Schilf zerstören, der Lärm der Sportler die Tiere stören.

Auch andere Umweltschützer forderten dann gleich generell mehr Rücksicht auf Tiere, die sich im Lauf der zeit an dem Freizeitsee niedergelassen haben. Darauf ginegen die Wassersportvereine in Stellung, sie fürchteten starke Einschränkungen für ihre Angebote und verwiesen dabei auf den Freizeitcharakter des Sees von Beginn an. Die Kontrahenten rauften sich zusammen. Es gab mehrere Gespräche und eine Probefahrt mit einem Drachenboot. Und jetzt haben sie sich auf folgende Regeln geeinigt: Die Insel im Südbereich darf nicht mehr umfahren werden.

Paddler dürfen von Oktober bis Mitte März nur auf einer 500 Meter langen Strecke zwischen Nordufer und Engstelle trainieren. Einige Schilfbereiche werden durch Schwimmbalken gesichert. Und die große Regatta der TWG 1861 soll möglichst erst Ende Juni stattfinden. Allerdings räumten Vereinsmitglieder und auch Vertreter der Umweltverbände ein, dass der See dann zunehmend von Algen befallen werde – zu Lasten der Paddler. Nach zwei Jahren wollen die Beteiligten eine Bilanz ziehen.

Unterdessen  hat der Bootsverleih am Donnerstag vier neue Tretboote zu Wasser gelassen, die künftig als Taxi sowie Polizei- und Feuerwehrauto über den See schippern werden. „Sie lassen sich leichter treten, sind leiser und es können mehr Personen darin fahren“, sagte die Betreiberin der Station, Tina Braune. Im Gegenzug würden alte Boote ausgemustert. Zugleich habe sie ihren Kioskservice erweitert und es gebe neue Öffnungszeiten: montags bis sonnabends von 13 bis 19 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 19 Uhr.

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