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Große Einigkeit in Sachen Schule

Göttinger Kreistag Große Einigkeit in Sachen Schule

Vor zwei Wochen hatte der Rat der Stadt Göttingen die Neufassung der Satzung zur Regelung der Schulbezirke nur mit knapper Mehrheit beschlossen. Der Kreistag demonstrierte dagegen am Freitag fraktionsübergreifende Einigkeit, bei sieben Enthaltungen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Die Überarbeitung war nötig geworden, weil das Land Niedersachsen die Rechtmäßigkeit des 2014 vereinbarten gemeinsamen Schulangebots und der Platzvergabe infrage gestellt hatte. Mit der neuen Satzung soll gewährleistet werden, dass die bisherige Aufnahmepraxis für die Sekundarstufe I im gemeinsamen Schulbezirk auch für das kommende Schuljahr beibehalten werden kann.

Nach dem jetzigen Beschluss werden also auch künftig Schüler aus Stadt und Umland Göttinger Gymnasien und Gesamtschulen besuchen können. In dem Gebiet, das die Flecken Adelebsen und Bovenden, die Gemeinden Friedland, Rosdorf und Gleichen und die Samtgemeinden Dransfeld und Radolfshausen, herrscht freies Wahlrecht bezüglich der Schulform. Die Oberschulen des Landkreises in Groß Schneen und Dransfeld sind aus dem Schulbezirk ausdrücklich ausgenommen.

Von der Zusammenfassung der vier Gesamtschulen in einen Schulbezirk profitiert vor allem die kreiseigene Integrierte Gesamtschule (IGS) in Bovenden. Schüler aus Göttingen und Umland, die an den drei städtischen Schulen nicht angenommen werden, sollen nach Bovenden wechseln. Dies hatte bei einigen Eltern für Unruhe gesorgt. Der Schulweg sei Kindern aus Göttingen nicht zuzumuten. Dieses Argument konterte Thorsten Heinze (SPD) im Laufe der Kreistagssitzung mit dem Hinweis, dass der Weg von Göttingen nach Bovenden ebenso lang sei, wie der von Bovenden nach Göttingen. Die effektive Fahrtzeit sei für Kinder aus dem Landkreis wegen des Busfahrplans sogar noch länger. Wichtig sei, dass die Ungewissheit bei den aktuell betroffenen Eltern ein Ende habe, erklärte Jens Haepe (CDU). „Jetzt herrscht auch endlich wieder Klarheit.“

Dass Klarheit nicht immer auch Zufriedenheit bedeutet, zeigte sich am Freitag am Ende der Sitzung. Schon Thomas Carl Stiller hatte die Enthaltung der FDP-Fraktion mit dem Hinweis auf die benachteiligten Randgebiete begründet.

Elternvertreter aus diesen „Randgebieten“ meldeten sich dann auch zu Wort und forderten auch für ihre Kinder den Zugang zu einer Integrierten Gesamtschule. Ihrer Forderung, an der IGS Duderstadt festzuhalten, trat Landrat Bernhard Reuter entgegen. Hierfür gebe es bei den Schülerzahlen keine Grundlage. Das Thema beschäftigt den Kreistag in seiner nächsten Sitzung.

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