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Neue Schulmensa

Grundschule Lenglern Neue Schulmensa

Vor gut einem halben Jahr hat die Grundschule Lenglern mit Außenstelle Harste ihren Ganztagsbetrieb aufgenommen. Verpflegt wurden die Kinder zunächst im benachbarten Sporthaus der Sportgemeinschaft Lenglern. Seit etwa 14 Tagen ist die vom Flecken Bovenden gebaute Mensa fertig. Am Donnerstag, 28. Januar, soll sie um 15 Uhr offiziell eröffnet werden.

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Überzeugte Mensa-Nutzer: die Lenglerner Grundschüler Johanna, Max (Mitte) und Lasse.

Quelle: Pförtner

„Lecker“, sagt Lasse und piekst ein Stück Bulette auf die Gabel, während viele andere Kinder noch vor der Essenausgabe von Andrea Hoffmann noch Schlange stehen. „Wir sind meistens die ersten“, freut sich der Achtjährige, der mit Johanna (9) und Max (10) gleich am vordersten Tisch Platz genommen hat. Seitdem sie ihr Essen vom Krankenhaus Lenglern in die Schule geliefert bekommen, gab es aus ihrer Sicht noch keine Beanstandungen. Eigentlich schmecke alles, sagt Johanna, „nur Pilze mag ich nicht.“

Auch die Nachbartische füllen sich schnell und ganz zum Schluss sogar beinahe die lange Tafel entlang der Fensterfront. „Die Sitzordnung haben sich die Kinder so gewünscht“, erklärt Schulleiterin Heidi Daniel, warum die Tische und bunten Stühle so und nicht anders stehen. Rund 226 000 Euro investierte der Flecken Bovenden in den Bau des Speiseraums, weitere 35 000 in die Küche und das Mobiliar. Aus der Kreisschulbaukasse floss ein Zuschuss in Höhe von 77 000 Euro. Nicht nur für die Mittagsmahlzeit könne der Raum genutzt werden, sagt Bovendens Bürgermeisterin Heidrun Bäcker (SPD). Von Beginn an geplant war eine Mehrzwecknutzung.
Die hat sich im Ganztagsbetrieb bereits bewährt: Nach der Hausaufgabenbetreuung, die für Erst- bis Viertklässler in Klassenzimmern stattfindet, wird die Mensa für das sogenannte freie Angebot genutzt: Kinder, die sich nicht einer der drei Arbeitsgemeinschaften anschließen wollen – geboten wird montags die Ball-AG, dienstags eine Musik-AG, mittwochs die Kreativ-AG und donnerstags die Theater-AG – nutzen den Speiseraum für Gesellschaftsspiele oder anderweitigen Zeitvertreib.

Zwischen 22 und 30 Kinder aus Harste und Lenglern werden derzeit nach dem Unterricht bis 15.30 Uhr betreut, „30 sind von der personellen Ausstattung her gesehen schon grenzwertig, wir sind froh, dass uns Schulpraktikanten vom OHG helfen“, berichtet die Schulleiterin. Die Betreuung übernehmen Übungsleiter aus Vereinen und der Elternschaft. Das Interesse bei den Eltern sei groß und die Rückmeldungen von den Kindern positiv, „sie kommen gern“.

Rund 12 000 Euro trägt die Gemeinde Bovenden jährlich zur bislang viertägigen Ganztagsbetreuung bei. Auf knapp 8500 Euro hat das Land den eigenen Förderbeitrag (ein Fünf-Stunden-Budget) festgelegt – bemessen allerdings nur an den Klassen 3 und 4. Bewilligt worden sei nur die Hälfte von dem, was der Schule zustehe, meint Elke Vetter, Leiterin des Bovender Amtes für Allgemeine Verwaltung und Bürgerservice. „Das Land ist zwar großzügig bei der Genehmigung von Ganztagsschulen, stattet sie aber nicht entsprechend aus“, ärgert sich Bäcker.

Auch für die Bovender Grundschule will der Flecken eine Mensa bauen, um dort an vier Tagen Nachmittagsbetreuung zu ermöglichen, „die Genehmigung des Landes steht noch aus“, berichtet Vetter. Im August solle es losgehen. In Lenglern wird derzeit bereits über eine Aufstockung nachgedacht, „wir diskutieren, ob wir den Freitag noch dazunehmen“, berichtet Daniel.

Katharina Klocke

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