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Neue Sozialwohnungen an der Göttinger Jheringstraße

Baumfällarbeiten im Februar Neue Sozialwohnungen an der Göttinger Jheringstraße

An der westlichen Seite der Jheringstraße sollen neue Häuser mit günstigen Mieten – unter anderem auch als Wohnraum für Flüchtlinge – gebaut werden. Als Vorbereitung für die Vermarktung der Flächen beginnen dort bereits in den nächsten Tagen Baumfällarbeiten, teilt die Stadtverwaltung mit.

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An der Jheringstraße in Göttingen sollen Sozialwohnungen entstehen.

Quelle: Vetter

Göttingen. Der Bebauungsplan für das Gelände, das in städtischen Besitz ist, ist im Juli zunächst vom Bauausschuss und dann vom Rat der Stadt einstimmig beschlossen worden. Demnach besteht das Baugebiet aus zwei Teilen, einem hinteren am Stadtfriedhof, auf dem Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut werden sollen, und einem entlang der Jheringstraße. Dort ist auch ein Riegel in Geschossbauweise geplant. „Der direkt an der Jheringstraße liegende Teilbereich ist für den Bau von Wohnungen auch zur Unterbringung von Flüchtlingen im Gespräch“, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson.

„Wir verhandeln zur Zeit mit der Stadtverwaltung über den Ankauf des Grundstücks“, bestätigt Claudia Leuner-Haverich, Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbau. Ziel: Dort neue Sozialwohnungen zu bauen. Die sollen nicht nur, aber auch als Wohnraum für Flüchtlinge vermietet werden. „Wir wollen auf eine Mischung von Mietern achten“, so Leuner-Haverich. Und: „Wir wollen möglichst schnell und günstig bauen“, sagt sie.

Auch wenn einige der Wohnungen an Flüchtlinge vermietet werden sollen, ein Übergangs-Wohnheim, wie auf den Zietenterrassen, ist nicht geplant.  „Es sollen Dauerwohnungen werden“, sagt Stadtbaurat Thomas Dienberg (parteilos). In der „Typologie“ sollen die dreigeschossigen Häuser, die entlang der Straße errichtet werden, sich den bereits bestehenden Häusern an der Jheringstraße anpassen. Über den Ablauf und weitere Details sei man mit der Städtischen Wohnungsbau im Gespräch. „Wir haben bei günstigen Wohnungen Not und müssen jetzt Gas geben und die nötigen Schritte einleiten“, so Dienberg. Dass das Baugebiet auch für Flüchtlingswohnungen in Frage kommt, ist erstmals in der Dezember-Sitzung des Sozialausschusses des Rates angesprochen worden.

Die Verwaltung schätzt die Kosten für die Erschließung und Entwicklung der Baugebiete auf etwa 800 000 Euro. Die Mittel seien durch den Haushalt gedeckt. Durch den Verkauf der Grundstücke erwartet die Stadt  Einnahmen in Höhe von etwa 1,25 Millionen Euro. Der Bedarf an Sozialwohnung in Göttingen sei groß, so Leuner-Haverich. Immer mehr Wohnungen, die in den 90er-Jahren gebaut wurden, fallen jetzt aus der Mietpreisbindung heraus, die Preise steigen. Sie hofft auf eine Förderung für das soziale Wohnungsbauprojekt.  Für die gefällten Bäume soll nach Abschluss der Arbeiten Ersatz gepflanzt werden.

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