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Neue Wassermühle der Göttinger Stadtwerke „Nonsensinvestition“

CDU-Mitglieder kritisieren Projekt an Springmühle Neue Wassermühle der Göttinger Stadtwerke „Nonsensinvestition“

Auf scharfe Kritik stößt das neue Wasserrad der Göttinger Stadtwerke an der Groner Springmühle in den Reihen der Rats-CDU. In einem internen Brief bezeichnet ein Fraktionsmitglied das Projekt als „vollkommen überteuertes und sinnloses Wasserspielzeug“ und als „Nonsensinvestition“.

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Neues Wasserrad an der Groner Springmühle.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Zugleich rechnen die Kritiker vor, dass mit der Wasserkraftanlage zur Stromerzeugung nach aktuellen Vergütungssätzen gemäß Energieeinspeisungsgesetz (EEG) jährlich etwa 4200 Euro verdient werden könnten.

Die Kosten aber würden „selbst bei einer vorsichtigen Kalkulation und großzügigen Abschreibung von mehr als 20“ Jahren „vermutlich“ mehr als 9700 Euro im Jahr liegen.

Stadtwerkevorstand Gerd Rappenecker weist die Kritik zurück. Die Investition sei „schon in Ordnung“. Die Anlage sei tatsächlich für eine Laufzeit von 20 Jahren durchgerechnet - „und das mit einer kleinen positiven Rendite“. Dabei würden die Stadtwerke aber nicht mit möglichen Einnahmen nach dem EEG rechnen.

Weil der erzeugte Strom ausschließlich für die Wasserkraftanlage Springmühle selbst genutzt werde, sei der dadurch gesparte und höhere Kaufpreis auf den Strommarkt gegengerechnet worden. Das „Schöne“ an der Anlage sei aber, dass sie wegen ihrer einfachen Bauart „voraussichtlich viel länger laufen wird“.

Mehr als 60 Jahren ohne größere Revisionen seien bei Wasserkraftwerken nichts Ungewöhnliches. „Der eigentliche Spaß beginnt also erst nach zwanzig Jahren“, sagt Rappenecker.

In dieser Woche ha die Stadtwerke AG an einem alten Wasserfall der Grone auf ihrem Quellgelände ein kleines Wasserrad in Betrieb genommen, das jährlich etwa 50 000 Kilowattstunden Strom erzeugen soll. Investitionssumme: 105 000 Euro. Es soll nach AG-Angaben vor allem aber zeigen, dass auch regional und mit kleinen Anlagen erfolgreich regenerative Energie genutzt werden könne.

©Schubert

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