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Neue Wege für die Lokhalle

Zufahrt von Süden Neue Wege für die Lokhalle

Das Umfeld der Lokhalle soll ausgewertet werden, auch die in Vergessenheit geraten Biergarten-Pläne sind wieder aktuell: Der Bauausschuss des Rates hat am Donnerstag die Pläne der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) zur Kenntnis genommen –und weitgehend begrüßt.

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Einzigartig und mehrfach ausgezeichnet: Die Lokahlle - ihr Umfeld soll aufgewertet werden.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Landschaftsarchitektin Johanna Sievers, die die Planung für die GWG erarbeitet hat, stellte sie vor. „Die Lokhalle ist fantastisch“, sagte sie. Dann attestierte sie der Gestaltung des Gelände drumherum allerdings einige Gestaltungsmängel. „Die Lokhalle ist nicht gut sichtbar“, sagte sie. Außerdem sei die verkehrliche Anbindung, beispielsweise für anliefernde Lastwagen,  „abenteuerlich“. Auch Fußgänger, die  abends vom Schützenplatz zur Lokhalle gelangen möchte, stolperten dort herum. „Gehen Sie dort im Dunkeln mal entlang, sie glauben es nicht“, so die Landschaftsarchitekten.

Die Wegeverbindung zum Schützenplatz und zur Leineaue seien mangelhaft. Zudem sei der Weg vom Bahnhof entlang der Lokhalle zur Leine nicht durchgängig erkennbar. „Man schleicht sich da irgendwie durch“, sagte sie. Sievers schlug vor, den Weg als „Jochen-Brandi-Achse“ zu verlängern. Nachts sei das Umfeld überhaupt nicht ausgeleuchtet – also „Horror“. Außerdem sollte den Plänen nach eine Querungshilfe über die Godehardtstrasse entstehen, um den Schützenplatz und die S-Arena besser erreichen zu können.

Ein weiterer Bestandteil der Planungen des Büros Spalink-Sievers: In der im Westen an die Lokhalle angrenzenden Leineaue mit ihrem alten Baumbestand könnte ein Biergarten entstehen. „Wir haben bereits mit der Einbecker Brauerei gesprochen, die haben großen Interesse an dem Projekt. Schon vor Jahren hatte es diese Idee gegeben, sie war wieder in der Versenkung verschwunden. Umweltschutz-Bedenken konnte sie zerstreuen: „Für den Biergarten muss kein Baum fallen. Bereits in diesem Sommer könne ein ersten Provisorium öffnen.

Die Gesamtplanung für das gesamte Gelände umfasst ein Beleuchtungskonzept, Grünflächen, Wege, Straßen, eine Lagerhalle und mehr. Zunächst aber, so Spalink-Sievers, müsse der Bebauungsplan geändert werden. An der Südseite der Lokhalle müsse statt eines Mischgebietes ein Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Priorität beim Ausbau habe dann die Carl-Zeiss-Straße. Darüber soll die Lokhalle künftig angefahren werden. „Das ist das A und O“. GWG-Chefin Ursula Hauffe erklärte, dass die Vorfinanzierung des Straßenausbaus (75000 Euro) von der GWG gesichert sei. Sievers: „Diese Adresse wird ein Hit“.  

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