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Neue Windräder: Zwölf Flächen im Stadtgebiet

Rotmilanbrutplätze Neue Windräder: Zwölf Flächen im Stadtgebiet

In der Debatte um neue Windräder liegen jetzt die Vorschläge der Stadtverwaltung für mögliche Standorte im Stadtgebiet vor. Zwölf Flächen eignen sich danach unter bestimmten Kriterien. Welche Bereiche von Investoren genutzt werden können, soll im Flächennutzungsplan festgeschrieben werden. Das Verfahren beginnt am Donnerstag, 4. Oktober, im Bauausschuss.

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Wo er fliegt, dürfen keine Windräder stehen: Rotmilan.

Quelle: Archiv

Göttingen. Derzeit können Windräder als sogenannte privilegierte Bauvorhaben im Außenbereich überall beantragt und, sofern keine wichtigen Belange entgegenstehen, auch genehmigt werden. Jetzt sollen Vorranggebiete ausgewiesen werden, um den Bau zu steuern. Die geplante komplette Überarbeitung des Flächennutzungsplanes der Stadt dauert mehrere Jahre, deshalb soll erst einmal ein sogenannter „sachlicher Teilflächennutzungsplan“ für die Ausweisung von Vorranggebieten für die Windenergienutzung aufgestellt werden. Außerhalb der Vorranggebiete ist dann kein Windradbau möglich.

Es gibt zahlreiche Anfragen von Investoren, darunter der Energiekonzern Vattenfall und die Göttinger Stadtwerke, nach neuen Standorten in Stadt und Landkreis. Siedlungs- und Verkehrsflächen, Naturschutz- und FFH-Gebiete sowie gesetzlich geschützte Biotope, Naturdenkmale, Wasserflächen, Bodendenkmale und der Artenschutz bei besonders geschützten Brutvogel-Lebensräumen wie dem Rotmilan schließen Windradbau aus.

Die Verwaltung legte Abstände zu Wohnbauflächen von 1000 Metern, zu Außenbereichssiedlungen wie Deppolds-hausen von 500 Metern, zu Gewerbegebieten, Kleingärten und Friedhöfen von 500 Metern, zu Waldflächen, Hauptverkehrsstraßen und Bahnstrecken sowie zu Leitungstrassen und Richtfunkstrecken von 100 Metern, zugrunde. CDU und FDP forderten bereits, die Abstände zur Wohnbebauung zu vergrößern. Es geht um moderne Anlagen mit 130 Metern Nabenhöhe.

Mittlerweile liegen auch Ergebnisse einer Rotmilankartierung vor. Im Umkreis von 1250 Metern um Rotmilannestern dürfen keine Windanlagen errichtet werden. Auch in den Gemeinden im Landkreis Göttingen sollen die Flächennutzungspläne demnächst geändert werden. Der Landkreis hält seine Milandaten vorerst noch zurück.

Windradstandorte

Im Stadtgebiet sind aus Verwaltungssicht zwölf Flächen geeignet:

Fläche  1: 76,01 Hektar
Fläche  2: 13,57 Hektar
Fläche  3: 19,33 Hektar
Fläche  4: 13,40 Hektar
Fläche  5: 0,49 Hektar
Fläche  6: 26,89 Hektar
Fläche  7: 26,34 Hektar
Fläche  8: 1,19 Hektar
Fläche  9: 24,09 Hektar
Fläche 10: 3,57 Hektar
Fläche 11: 1,94 Hektar
Fläche 12: 7,43 Hektar

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Windrad-Debatte

Die Rotmilan-Kartierung im Landkreis, ein wichtiges Kriterium für die Ausweisung von Windradstandorten, liegt jetzt vor. Die Kreisverwaltung berichtete mittlerweile den Gemeinden über die Ergebnisse. Die Öffentlichkeit wird voraussichtlich erst im November informiert.

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