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Neuer Flyer des Naturparks Münden erschließt Adelebsen und Güntersen

Wandern in Vulkanlandschaften Neuer Flyer des Naturparks Münden erschließt Adelebsen und Güntersen

Die vier nördlichsten Vulkane Deutschlands, alle im Flecken Adelebsen gelegen, erschließt der Naturpark Münden mit Unterstützung des Landkreises (Leader-Programm) Wanderern. Erstmals wurde ein Flyer aufgelegt.

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Quelle: Heller

Güntersen.  Die Beschilderung der bestehenden, sieben Wanderwege ist erneuert worden. Zur Eröffnung am Sonnabend kamen 40 Menschen nach Güntersen. 

Dort erhebt sich der 340 Meter hohe Backenberg. Der Vulkan entstand im Jungtertiär vor zwölf bis 15 Millionen Jahren. Steil geht es auf Gras- und Asphaltwegen empor. Oben am Waldrand bietet sich ein Panoramablick, erst auf die beiden erloschenen Vulkane Grefenburg und Ossenberg, die den Nachbarort Barterode einrahmen, später auch auf die Bramburg bei Adelebsen.

Im Südwesten jenseits der Imbsener Windräder ist der Hohe Hagen bei Dransfeld zu sehen, ebenfalls ein alter Vulkan. Auf vielen der markanten Erhebungen, in Südniedersachsen und Nordhessen gibt es 1000 solcher Vulkane, gab es früher Basaltsteinbrüche. Das Gestein stieg flüssig aus dem Erdinneren im Vulkanschlot nach oben auf und zog sich beim Abkühlen säulenförmig zusammen.

„Auf dem Backenberg wurde harte Basalt, der vor allem im Straßenbau Verwendung findet, von 1927 bis 1972 abgebaut“, berichtet Ortsheimatpflegerin Ortrud Scholle-Spalke. Der Wanderweg führt an der Bergwiesen-Quelle vorbei. Dort schöpfte einst ein eigens abgestellter Steinbruchmitarbeiter Wasser für die Kollegen. Die schweißtreibende Arbeit „an der Wand“ machte durstig, erzählt Scholle-Spalke. Auch eine Steinkammer mit drei schweren Stahltüren gibt es zu sehen. Dort lagerten die Arbeiter den Sprengstoff.

Heute wachsen im Steinbruch Buchen, Fichten und Lärchen. Es hat sich ein See gebildet. Auf dem Rückweg nach Güntersen kommen Wanderer am „Tanzeplatz“ vorbei, einer ehemaligen Freilichtbühne.

„Adelebsen ist der siebte Ort im Naturpark, dessen Wanderwege wir mit einem Flyer vorstellen“, berichtet Sibylle Susat, die Geschäftsführerin des Naturparks. Ergänzende Informationen zu den drei Wanderwegen, die durch Güntersen führen, finden sich auf einem Flyer, den Klaus-Peter Just von der Ortsheimatpflege erarbeitet hat.

Von Michael Caspar

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