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Neuer Halt ist alter Bahnhof Rosdorf

Reaktivierung soll zwei Millionen Euro kosten Neuer Halt ist alter Bahnhof Rosdorf

Die Niedersächsische Landesregierung hält den ehemaligen Bahnhof als Standort für einen Bahn-Haltepunkt Rosdorf geeignet. Damit ist die Alternative, der sogenannte Haltepunkt Rosdorf-Mitte, aus dem Rennen.

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Die Niedersächsische Landesregierung hält den ehemaligen Bahnhof als Standort für einen Bahn-Haltepunkt Rosdorf geeignet.

Quelle: Hinzmann

Rosdorf/Hannover. Das aber war der attraktivste Standort für die Rosdorfer Bevölkerung, weil am besten erreichbar.

Problematisch war hier jedoch die Unterführung der Rase im Überschwemmungsbereich, die zusätzliche Kosten von eins bis 1,5 Millionen Euro verursacht hätte. Der ehemalige Bahnhof („Rosdorf-Süd“) sei wesentlich leichter erschließbar, hatte der Landkreis Göttingen 2014 argumentiert.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft hatte nur die Variante Bahnhof untersucht, erklärt Sabine Schlemmer-Kaune, Sprecherin des Niedersächsischen Verkehrsministeriums. Dieser Standort soll knapp zwei Millionen Euro kosten.

Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg (SPD) hingegen hält Rosdorf-Süd für weniger geeignet, weil viele Fahrgäste erst zum abgelegenen Bahnhof gelangen müssten, um dort in den Zug einzusteigen. Mit dem Bus aus der Ortsmitte seien sie schneller in Göttingen als mit dem Zug. Das Kasseler Planungsbüro, das die Varianten untersuchte, hatte empfohlen, nach der Eröffnung eines Bahnhaltepunktes Rosdorf den Busverkehr nicht auszudünnen.

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt die Reaktivierung von Haltepunkten. „Nach der Wiederaufnahme des Zugverkehrs zwischen Einbeck Mitte und Göttingen ist dies der zweite positive Akzent, der für unsere Region gesetzt wird“, erklärt der neue Göttinger Pro Bahn-Regionalvorsitzende  Michael Reinboth.

Beim Haltepunkt Rosdorf wie auch beim zweiten Haltepunkt Verliehausen an der Strecke Göttingen – Bodenfelde – Paderborn, so der Ex-Vorsitzende Gerd Aschoff, seien nun Kommunen und Landkreise gefragt. „Es müssen zielstrebig die planerischen Voraussetzungen vor Ort geschaffen werden.“ Auch müsste der kommunale Finanzierungsanteil von 25 Prozent in den Kommunalhaushalten untergebracht werden.

Aschoff: „Ein Bahnhaltepunkt ist von großem Vorteil. Das bekommt man nicht geschenkt.“

Für die Region wurden neben Rosdorf auch Haltepunkte in Obernjesa, Weende und Bovenden erwogen. Obernjesa fiel jetzt durch, Weende und Bovenden schon vorher.

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