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Neuer Imagefilm für Göttingen

„Es ist cool, die Stadt zu repräsentieren“ Neuer Imagefilm für Göttingen

Was haben Jacqueline Amirfallah, Prashant Prabhakar, Dirk Thees und Julia Pfrötschner gemeinsam? Die vier Göttinger wirken mit beim neuen Imagefilm, den der Verein Göttingen Tourismus bei den Filmemachern von Nortia in Auftrag gegeben hat. Nortia, das sind in filmischer Hinsicht alte Bekannte vom Göttingen-Krimi „Harder und die Göre“.

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Letzter Drehtag auf dem Weihnachtsmarkt: Komparsen Dirk Thees und Petra Gerbode (v. l.) mit dem Filmteam um Regisseur Oliver Clark (r.).

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Das ganze Jahr lang wurden verschiedene Szenen gedreht, um ein breit gefächertes Bild der Stadt einzufangen. Jetzt war das Filmteam um Regisseur Oliver Clark, Aufnahmeleiter Dennis Mielke, Kameramann Olaf Markmann und Assistent Paul-Julian Enseleit ein letztes Mal unterwegs zu abschließenden Dreharbeiten unter anderem am Piraten-Spielschiff am Kiessee, an der Eisbahn hinter der Lokhalle und am Abend bei Lichterglanz auf dem Weihnachtsmarkt.

Mit acht Komparsen hatte sich das Team dort verabredet. Einer von ihnen ist Dirk Thees. Sein markantes Gesicht mit dem hochgezwirbelten Schnäuzer war auch schon bei „Harder und die Göre“ zu sehen. Diesmal schlürft er vor der Kamera zusammen mit Petra Gerbode aus Bremke einen Glühwein und plaudert. So wie das ganz normale Menschen auch machen, nur eben nicht beäugt von Kameramann und Regisseur.

„Da vertritt man wirklich Göttingen“

Dass er an dem neuen Imagefilm für seine Heimatstadt mitwirken könne, mache ihn stolz: „Da vertritt man wirklich Göttingen“, sagt Thees. Und auch seine Szenenpartnerin aus Bremke findet es „spannend, ein Stück weit die Stadt zu repräsentieren“. In einer weiteren Einstellung, die an diesem Abend in Szene gesetzt wird, sind Julia Pfrötschner und Joschka Riedel zu sehen.

Die beiden Studenten haben sich auf dem Weihnachtsmarkt mit ihren Freunden verabredet – so die Vorgabe von Regisseur Clark. Im dritten Anlauf klappt die Begrüßung wie gewünscht. Als wenig später eine „echte“ Freundin zu Pfrötschner stößt, sagt die Komparsin: „Es ist cool hier mitzumachen und Göttingen zu repräsentieren.“

Und der Szenenpartner der 24-Jährigen ergänzt, dass die Komparsenrolle für ihn eine ausgefallene Möglichkeit sei, „sich kreativ zu verwirklichen und dem Alltag zu entfliehen“. Nicht beim Dreh auf dem Weihnachtsmarkt dabei waren Jacqueline Amirfallah und Prashant Prabhakar. Aber wie Thees und Pfrötschner werden die TV-Köchin und der Schauspieler im Imagefilm Göttingens zu sehen sein – ohne Glühwein, aber als Repräsentanten ihrer Stadt.

Neuer Imagefilm für Göttingen.

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„Nicht nur die üblichen Bilder vom Gänseliesel“

Mit den Szenen vom Göttinger Weihnachtsmarkt haben die Filmemacher von Nortia alle Motive beisammen. Ein Jahr lang, berichtet Nortia-Inhaber Daniel Bernhard, war das Team unterwegs, um ein möglichst breit gefächertes Bild der Stadt einzufangen.

Was zu sehen sein soll, damit die Stadt am Ende vor allem für Touristen attraktiv wirkt, haben Angelika Daamen, Geschäftsführerin von Göttingen Tourismus, und die Filmemacher in vielen Gesprächen diskutiert. „Ich fand die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Stadt sehr spannend“, sagt Auftraggeberin Daamen.

Vorgaben waren die Themen Sehenswürdigkeiten, Freizeit, Kultur, Gastronomie und Shopping. Am Ende werden mehrere „Stadtfilme“ zu jeweils drei Minuten zu sehen sein, sagt Bernhard. Dazu kommen sechs „Mein Göttingen“-Clips mit jeweils rund 30 Sekunden Länge. Darin taucht jeweils eine Person auf, die aus Göttingen kommt oder schon lange hier lebt.

Dabei sei es nicht um große Namen, sondern um die passende Kombination Mensch, Bild und Text gegangen. Mit dabei sind zum Beispiel der indische Schauspieler Prashant Prabhakar und die TV-Köchin Jacqueline Amirfallah. Gedreht hat das Team an mehr als 120 verschiedenen Orten, was ein großer Zeitaufwand gewesen sei. „Dafür erlebt der Zuschauer enorm viele Facetten unserer Stadt – und eben nicht nur die üblichen Bilder vom Gänseliesel“, sagt Bernhard.

Trotz aller Planungen sei immer wieder etwas dazwischen gekommen. Bei den vielen Außenaufnahmen war das Team vom Wetter abhängig. Und die Kirschblüte fand 2014 wesentlich früher als üblich statt, so dass die Crew kurzerhand einige Wochen früher als geplant filmen musste.

25 Tage Drehzeit

Jetzt wird das Material gesichtet, geordnet und zu einer Rohfassung geschnitten. Diese wird mit Daamen zusammen gesichtet und dann abschließend überarbeitet. Im Mai soll der Film zur Feier von 125 Jahre Göttingen Tourismus erstmals öffentlich präsentiert werden.

Gedreht wurde für den neuen Göttingen-Imagefilm an 25 Tagen, an denen das Team aus vier Personen fast immer zehn Stunden auf den Beinen war. In diesen geschätzten 250 Stunden ist Filmmaterial von etwas über 500 Gigabite zusammengekommen, was in der Summe etwa 22 Stunden entspricht.

Die Vorbereitungszeit umfasste mindestens 500 Stunden, für die Postproduktion sind weitere 160 Stunden angesetzt. Es gibt etwa 40 Sprechrollen und mehr als 100 Komparsen. Am Ende wird es fünf Stadtfilme je drei Minuten Länge und sechs „Mein Göttingen“-Clips mit etwa 30 Sekunden pro Clip geben.

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