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Neuer Nahverkehrsplan für Südniedersachsen

Gerüst plus Extrawünsche Neuer Nahverkehrsplan für Südniedersachsen

Für Südniedersachsen wird derzeit ein neuer Nahverkehrsplan aufgestellt. Ob es Geld für Zusatzwünsche über die bisherige Struktur hinaus gibt und von wem, ist noch offen. Ob der Kreistag nennenswert in die Planung eingreifen kann, ist auch fraglich.

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Quelle: Sauer/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Klar ist, das ein Großteil der Buslinien-Teilnetze schon demnächst europaweit ausgeschrieben wird. Die bestellten Verkehrsleistungen sollen dann 2016 an Bewerber, private Busunternehmen wie die RBB, vergeben werden. Der Zeitraum ist bislang sechs Jahre, diesmal voraussichtlich für acht Jahre.

Pläne verzahnen oder zusammenschreiben

Das will jedenfalls der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) vorschlagen. Das deutete ZVSN-Geschäftsführer Henning Stahlmann im Kreiswirtschaftsausschuss an. Der ZVSN hat von den Landkreisen Göttingen, Osterode und Northeim die Aufgabe übertragen bekommen, den öffentlichen Personennahverkehr zu organisieren und zu bestellen. Der Zweckverband bekommt dafür das Geld von den Landkreisen und dem Land. Die Stadt Göttingen hat ihren eigenen Nahverkehrsplan – der letzte aus dem Jahr 2013. Die beiden Pläne seien bereits verzahnt und ließen sich auch zusammenschreiben – „wenn es politisch gewollt ist“, so Stahlmann.

Im neuen Nahverkehrsplan für die Landkreise wird das „Gerüst“ der Busliniennetze voraussichtlich im wesentlichen so bleiben.  Einen Entwurf gibt es noch nicht. Die Integration von Schülerverkehren in das Liniennetz soll fortgeführt werden, weil es sich bewährt hat und erheblich zur Finanzierung beiträgt. Schulschließungen und Änderungen von Schuleinzugsbereichen erfordern Anpassungen wie zum Beispiel die Relation Holzerode - Grundschule Ebergötzen, die im Linienverkehr bedient wird und in das Teilnetz 31 aufgenommen ist.

Stärkung wichtiger Verkehrsachsen

Die begonnene Stärkung wichtiger Verkehrsachsen über die sogenannten Regio-Liner soll ebenfalls weitergeführt werden. Die Barrierefreiheit im ÖPNV muss verbessert werden. Ziel ist derzeit  laut Personenbeförderungsgesetz bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen. Diese Frist gilt nicht, sofern Ausnahmen benannt und begründet werden.

Stahlmann will vorschlagen, mit einer zentralen Haltepunkt je Ortschaft zu beginnen, weil nicht alle Haltestellen gleichzeitig umgebaut werden können. Als Teil seiner Aufgabe sieht der ZVSN künftig auch die Organisierung oder Unterstüztzung von lokalen Verkehren möglicherweise über Bürgerbusse. Das lasse sich immer in das „Gerüst“ integrieren, so Stahlmann. Möglicherweise gebe es Geld dafür über den Südniedersachsenplan.

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