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Neuer Prozess nach Millionen-Betrug

Otto-Bock-Betrug Neuer Prozess nach Millionen-Betrug

Die Millionen-Betrügereien zu Lasten des Duderstädter Medizintechnik-Unternehmens Otto Bock bekommen ein weiteres gerichtliches Nachspiel. Ein 51-jähriger früherer Mitarbeiter des Weltmarktführers für Prothesentechnik muss sich demnächst vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Göttingen verantworten.

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Quelle: dpa

Duderstadt. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat den ehemaligen leitenden Mitarbeiter der firmeneigenen Bauabteilung wegen Untreue in 127 Fällen angeklagt. Er soll nach Angaben eines Sprechers in den Jahren 2006 bis 2010 zahlreiche Rechnungen von Handwerksbetrieben abgezeichnet haben, ohne dass diese eine entsprechende Leistung erbracht hatten. Dafür soll er von den Firmenchefs mehrere 100 000 Euro kassiert haben.

Zwei dieser Handwerker sind bereits verurteilt. Im vergangenen Jahr hatte das Landgericht Göttingen einen jetzt 78-jährigen Lüftungsbau-Unternehmer, der mit Hilfe solcher Scheinrechnungen mehr als 800 000 Euro von Otto Bock kassiert hatte, zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Sein 39-jähriger Sohn erhielt wegen Beihilfe zur Untreue eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Dieser hatte mehr als zwei Dutzend Scheinrechnungen in einer Gesamthöhe von mehr als 600 000 Euro ausgestellt. Der Mitarbeiter der Bauabteilung soll bis zu einem Drittel der Summe als Anteil in bar kassiert haben.

In dem neuen Prozess muss sich außer dem Otto-Bock-Mitarbeiter auch noch ein dritter Handwerker verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft einem Inhaber eines Fliesenfachgeschäfts Anstiftung zur Untreue vor. Dieser soll 49 Rechnungen für Leistungen ausgestellt haben, die nie erbracht worden waren. Insgesamt soll er mehr als eine Million Euro von Otto Bock eingestrichen und dem Mitarbeiter der Bauabteilung dann jeweils einen prozentualen Anteil überlassen haben.

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Haupttäter meldet sich krank

Eigentlich hätte sich der Hauptverantwortliche seinen Richtern stellen sollen. Jener 51 Jahre alte Duderstädter, der als Prokurist des Orthopädie-Weltmarktführers Ottobock mehrere Millionen Euro veruntreut hat, weil er fingierte oder gänzlich erfundene Rechnungen querzeichnete und auszahlen ließ. Doch der Angeklagte meldete sich krank.

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