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Neuer Standort für Goethe-Institut: Patrick Humke (Linke) kritisiert „Stillschweigen“

Ein „auskömmliches“ Angebot Neuer Standort für Goethe-Institut: Patrick Humke (Linke) kritisiert „Stillschweigen“

Wenn es nach den Plänen der Verwaltung geht, soll das Göttinger Goethe-Institut bis Ende 2016 den neuen Standort im Gebäude der ehemaligen Voigtschule an der Bürgerstraße beziehen. Das Goethe-Institut will das Schulgebäude und das 3270 Quadratmeter große Grundstück kaufen.

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Ende 2016 soll der Umzug abgeschlossen sein: Goethe-Institut will in die ehemalige Voigtschule an der Bürgerstraße.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Ende 2016 läuft auch der Mietvertrag zwischen Institut und Stadt für den jetzigen Institutstandort in der Merkelstraße 4 aus. Zu dem angepeilten Kaufpreis für die Voigtschule wollen sich weder Verwaltung noch Institut äußern. Nach Tageblatt-Informationen soll er aber unter dem Grundstückswert liegen. Der Bodenrichtwert für den Quadratmeter liegt an dem Standort bei rund 185 Euro. Damit beläuft sich der theoretische Wert des Schulgeländes auf knapp 605 000 Euro. Das Institut habe einen Preis abgegeben, der „auskömmlich“, sei, seinem „Leistungsvermögen entspreche“ und der Stadt „kaufmännisch keine Schwierigkeiten bereite“, kommentiert Stadtbaurat Thomas Dienberg.

Schon jetzt ist das Goethe-Institut offenbar bei der Suche nach einem neuen Quartier für seine Studierenden einen Schritt weitergekommen. Nach Tageblatt-Informationen ist die Einrichtung daran interessiert, künftig Flächen im Bartholomäus-Bogen am Maschmühlenweg zu nutzen. Ulrike Hofmann, Leiterin des Goethe-Instituts, wollte weder bestätigen noch dementieren. Dort soll l auf dem Gelände des alten Lokschuppens für rund zehn Millionen Euro ein Neubau mit Hotel, Apartments und Tiefgarage entstehen.

Mit einem Verkauf der ehemalige Voigtschule an das Institut sind nun auch Pläne vom Tisch, das Städtische Museum vom Ritterplan an die Bürgerstraße zu verlegen. „Jetzt kann bei der Überarbeitung des Museumskonzeptes überlegt werden, ob für das Museum auch eine Kooperation mit dem geplanten Haus des Wissens der Universität denkbar ist“, sagt Rolf Becker (Grüne).

Kritik am zwischen Verwaltung und SPD, CDU und Grünen vereinbarten „Stillschweigen“ übt Patrick Humke (Linke). Damit solle „ein Weg an den Gremien vorbei“ gegangen undso  „jegliche Diskussion im Keime erstickt“ werden. Jetzt haben die Fraktionen und Gruppen der SPD, Grünen und CDU/FDP einen fast zwei Jahre andauernden Diskussionsprozess um die Voigtschule mit einem Mal vom Tisch gewischt. „Das tragen wir nicht mit und verurteilen dieses Verhalten auf das Schärfste“, sagt Humke.

Von Andreas Fuhrmann und Michael Brakemeier

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