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Neues Basketballzentrum in Göttingen geplant

Millionenschwerer Neubau für BG Göttingen Neues Basketballzentrum in Göttingen geplant

Die Zeit drängt: Die Erstliga-Basketballer der BG Göttingen brauchen, so wollen es die Richtlinien für die Lizenzvergabe für den Erstliga-Betrieb, eine neue Trainingshalle, auf die der Verein „ohne Einschränkungen bei Bedarf zugreifen kann“.

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Nach Plänen der GöSF soll auf dem Gelände der ehemaligen Godehardhalle eine Trainingshalle für die BG-Basketballer entstehen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Weil es derzeit in Göttingen aber keine solche Halle gibt, plant die Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GöSF) den Bau einer neuen Sporthalle, gleich neben der Sparkassen-Arena auf dem Schützenplatz.

Sie soll als Basketballzentrum ausschließlich den Basketballern der BG für Trainingszwecke zur Verfügung stehen. Spätestens bis 2017 muss die BG über eine solche Halle verfügen, sonst droht der Lizenzentzug durch die Beko Basketball Bundesliga GmbH.

Während GöSF-Geschäftsführer Alexander Frey von Kosten „von mehr als zwei Millionen Euro“ ausgeht, beziffern die Grünen im Rat der Stadt die Kosten mit mehr als 3,5 Millionen Euro, andere Tageblatt-Quellen gehen von weit mehr als vier Millionen Euro aus. Die Investitionskosten sollen langfristig durch Mieten refinanziert werden.

Erst auf Dringlichkeitsantrag der Grünen soll das Thema am Dienstag im Sportausschuss in öffentlicher Sitzung diskutiert werden. Nach der ursprünglichen Tagesordnung war das nicht vorgesehen. Im Anschluss an den Ausschuss berät der Aufsichtsrat der GöSF in nicht-öffentlicher Sitzung über den Neubau. Auch der Vorsitzende des Sportausschusses, Thomas Häntsch (CDU), hält eine öffentliche Diskussion für richtig.

Voraussetzungen für die erste Liga

Die Idee selbst sei ein „guter Wurf“. In Göttingen würden mehr überdachte Sportflächen dringend gebraucht. Sollte die BG die Miete vielleicht doch einmal nicht aufbringen könne, lasse sich die Halle sicher anderweitig vermieten, sagt Häntsch. Ähnlich argumentiert Pirat Martin Rieth: Die geplante Halle sei eine gute langfristige Geldanlage mit geringem Risiko für die Stadt. Die BG könne sie jedenfalls nicht selber finanzieren. Auch Rieth begrüßt eine öffentliche Diskussion.

Christian Henze, sportpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, hält den geplanten Hallenneubau für eine „gute Sache“: „Wir werden dem zustimmen.“ Zum einen könne die BG auf diesem Weg die Voraussetzungen für die erste Liga erfüllen. Zum anderen könne so auch der Basketballnachwuchs besser gefördert und das Team langfristig gestärkt werden.

Indem man den Jugendbasketball an einem Standort konzentriere, stiegen die Kapazitäten in anderen Hallen für den Breitensport. Die Refinanzierung durch eine Vermietung der Halle sei gegeben.

Die Linke sieht es kritisch

„Wir sehen das sehr kritisch“, sagt hingegen Patrick Humke, Chef der Linken im Rat. Die Halle solle ausschließlich dem Basketball zur Verfügung stehen, darunter leide der Breitensport. Es werde auch „keine spürbare Entlastung der anderen Hallen“ geben, glaubt Humke. So viele Basketballteams gebe es nun auch nicht in Göttingen.

Der Basketball sei wichtig für Göttingen, sagt Humke. „Aber nicht die ganze Stadt spielt Basketball.“ Er glaube zudem nicht, dass sich die Halle über die Miete refinanzieren lasse. „Die öffentliche Hand federt das private Risiko einer Privatfirma in ihrem Geschäft ab“, kritisieren die Grünen das Vorhaben.

Die Sitzung des Sportausschusses beginnt am Dienstag, 19. Mai, um 16.15 Uhr in der Sparkassen-Arena, Schützenplatz 1. Weiteres Thema: die Entwicklung eines öffentlichen Golfplatzes.

Von Ulrich Schubert, Andreas Fuhrmann und Michael Brakemeier

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