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Neues Bus-Liniennetz der GöVB geht an den Start

Anschluss unter neuer Nummer Neues Bus-Liniennetz der GöVB geht an den Start

„Schön langsam“ rollt der blaue Bus erst einmal an der Nordseite des Alten Rathauses vorbei und durchreißt das blaue Kreppband. Das wird von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) und Michael Neugebauer, Geschäftsführer der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) gehalten.

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Offizielle Eröffnung des Liniennetzes am Markt: Stadtbaurat Thomas Dienberg, Michael Neugebauer und Rolf-Georg Köhler (v.links).

Quelle: Heller

Göttingen. Das neue Liniennetz für die Stadtbusse ist nun offiziell eröffnet. Am Eröffnungstag können alle Bürger sämtliche Busse kostenlos nutzen.

„Achte auf Deine Linie“ steht im Anzeigeschild des Stadtbusses. Das ist das Motto des neuen Planes, denn die Buslinien haben neue Nummern bekommen. „Auch ich habe noch die alten Nummern im Kopf und muss mich umstellen“, sagte Köhler in seiner kleinen Eröffnungsrede – die die erste Amtshandlung des neuen Oberbürgermeisters ist.

Im Vorfeld der Umstellung des Liniennetzes hatte es heftige Diskussionen gegeben. Natürlich, so Köhler und Neugebauer, könne man nicht jeden Wunsch der Kunden erfüllen, aber dieses Konzept werde von einer breiten Zustimmung getragen. „Wir werden es an der Zufriedenheit der Nutzer und der Busfahrer messen“, so Köhler. Er wertet den neuen Fahrplan als „mutigen Schritt“ der „große Chancen“ habe und wünschte: „Allzeit unfallfreie Fahrt“.

Wenig Zustimmung findet das neue Liniennetz bei Ulla Scheibner und Ingrid Timm. Die beiden Seniorinnen wohnen in der Südstadt, „am Saathofplatz“, wie sie sagen. Für sie sei es jetzt viel schwieriger mit dem Bus in die Innenstadt zu fahren – der direkte Bus dorthin  fahre leider  nicht mehr. „Eine Strecke laufen, das schaffe ich noch gut, aber mit den Einkäufen zurück, das ist schon schwierig“, sagt Scheibner. Auch Seniorin Gisela Eckartz sieht das ähnlich. Sie wohnt in Geismar und ist der Meinung: „Sie hätten das Liniennetz lassen sollen, wie es war.“

Suchen und Rätselraten an der Haltestelle Markt. Eine Gruppe Buskunden schart sich um den dort ausgehängten Fahrplan. Auch Ratsherr Thomas Häntsch ist darunter. „Ich verstehe das auch noch nicht“, sagt der ehemalige Schulleiter. „Ich finde es gut, dann man jetzt abends länger nach Geismar fahren kann“, sagt hingegen Elisabeth Baranski. Aus der Stadt nach Hause zu fahren sei für sie besser geworden. Auch Ivo, der seinen Nachnamen nicht nennen möchte, sieht Vorteile in den neuen Verbindungen.

„Von Treuenhagen zu Sartorius, das geht morgens jetzt viel besser“. Tina Lücke hingegen übt Kritik:  Auch für Schüler und Sportbegeisterte sei es nun deutlich schwerer, aus dem Süden der Stadt zu den Schulen oder Sportstätten zu kommen, sagt sie. Und die Linie 13 halte jetzt nicht mehr wie gewohnt an der Groner Straße, was sie bedauert. Lücke: „Ich überlege mir jetzt, ob ich mir wieder eine Monatskarte kaufe.“

Weitere Infos unter goevb.de
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