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Neues Gauß-Museum in Dransfeld eingerichtet

Carl Friedrich Gauß Neues Gauß-Museum in Dransfeld eingerichtet

In Dransfeld gibt es wieder ein Gauß-Museum – eines der ganz wenigen weltweit über den berühmten Göttinger Mathematiker. Der Verschönerungsverein präsentierte am Sonnabend seine Exponate im neu eingerichteten Museumsraum in der Samtgemeindebücherei.

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Neues Dransfelder Gauß-Museum: Die ersten Besucher lassen sich Sammlung und Ausstellungskonzept erläutern.

Quelle: Heller

Die in Dransfeld gesammelten Erinnerungen an den „Princeps Mathematicorum“ haben jetzt wieder einen angemessenen Platz. Angereichert mit Informationen zu zahlreichen Weggefährten und Korrespondenzpartnern, Bildern zur Geschichte des alten und neuen Gaußturms auf dem Hohen Hagen sind demnächst auch wieder die Nachbauten von Messinstrumenten und des Gauß-Weber-Telegraphen zu sehen. 

„Ein kleines, aber feines Museum“, lobte Dransfelds Bürgermeister Rolf Tobien (SPD) die Arbeit des Verschönerungsvereins. Die gelungene Präsentation sei an das Descartes-Museum der Partnerstadt Descartes angelehnt, das mit EU-Geld aber ganz andere Möglichkeiten habe. 

Freundschaftlicher Wettlauf

Unterstützt von der Volksbank wird die Sammlung in einem Raum der Samtgemeindebücherei in der Bachstraße präsentiert. Alte Protokollbücher werfen unter anderem Schlaglichter auf die Geschichte des alten Gaußturms, der 1911 auch mit einer Spende über 4000 Goldmark von Kaiser Wilhelm errichtet wurde aber in den 1960er Jahren dem Bassaltbergbau zum Opfer fiel. Noch wird an einer Computerpräsentation gearbeitet. Es gebe auch schon Kontakte, um neues, interessantes Fotomaterial zeigen zu können, sagte Friedrich Georg Rehkop. 

Dransfeld habe den freundschaftlichen Wettlauf mit Göttingen ganz glatt gewonnen, gratulierte Axel Wittmann von der Göttinger Gauß-Gesellschaft. Die Sternwarte sei noch lange nicht soweit. Außer in Dransfeld und Göttingen sowie einer kleinen Ausstellung in der Universität von Louisiana gebe es Sammlungen nur noch in Braunschweig und Zeven. In Braunschweig seien die Stücke weggeschlossen und nur schwer zugänglich.

Das Museum wird ab Juni öffentlich zugänglich sein, zuvor aber schon am Hasenmelkertag, am Sonntag, 3. Mai, von 15 bis 17 Uhr Einblicke erlauben. 

                                                                                                                  Von Gerald Kräft

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