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Neues Göttinger Modellprojekt für Wiedereinstieg

Initiative will vor allem Frauen nach der Familienpause Weg in einen qualifizierten Beruf ebnen Neues Göttinger Modellprojekt für Wiedereinstieg

„Perspektive Wiedereinstieg Göttingen" ist ein Förderprogramm vor allem für Frauen, die nach ihrer Familienzeit in einen Beruf zurückkehren wollen. Zugleich soll es dem Fachkräftemangel in vielen Branchen entgegenwirken. Am Freitag haben die Träger und Sozialministerin Cornelia Rundt das Projekt vorgestellt.

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Niedersachsens Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Cornelia Rundt (SPD)

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Das Modellprojekt unter Federführung der Volkshochschule Göttingen-Osterode (VHS) habe eine große Bedeutung für das Land und für die Frauen selbst, sagte am Freitag Niedersachsens Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Cornelia Rundt (SPD), zum Auftakt des Programmes im Neuen Rathaus der Stadt Göttingen.

29 Prozent der Mütter in Niedersachsen hätten nach einer Umfrage Schwierigkeiten, Familie und Beruf zu vereinen. Hinzu komme, dass Frauen immer noch durchschnittlich 22 Prozent weniger Geld verdienen als Männer in vergleichbaren berufen.

Die Folge: „Viele Frauen stecken zurück“, pausierten, gingen dann in Jobs mit geringem Verdienst „und rutschen in Altersarmut“. Zugleich würden viele Firmen über einen zunehmenden Fachkräftemangel klagen – auch in Niedersachsen.

Genau diese Lücke will das Programm „Perspektive Wiedereinstig“ mit finanzieller Unterstützung des Bundes und des Europäischen Sozialfonds und der Agentur für Arbeit als Kooperationspartner schließen. Es habe in Göttingen an der VHS mit Kooperation der Göttinger Beratungsstelle „Frauenförderung in der privaten Wirtschaft“ gegeben, räumte die Projektleiterin an der VHS, Angelika Böttcher, ein.

Das neue Programm aber sei größer aufgestellt, arbeite mit mehr Partnern in der Wirtschaft zusammen. Und es werde jetzt von zwei Säulen geprägt: Nach einer ersten Beratung gingen die Frauen in eine mehrmonatigen Coaching-Phase um ihren künftigen Weg vorzubereiten. Zudem sei das Projekt auch offen für Frauen, die sich aus einem Minijob heraus weiter qualifizieren wollen.

„Wir müssen alles tun, um diese Frauen für den Arbeitsmarkt zu gewinnen“, ergänzte Göttingens Sozialdezernentin Dagmar-Schlapeit-Beck. Besonders in den Gesundheitsberufen gebe es einen großen Fachkräftemangel. Das Projekt füge sich perfekt in die strategischen Ziele des Landkreises Göttingen für mehr Chancengleichheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und gegen Fachkräfte ein, betonte Landrat Bernhard Reuter (SPD).

Von 166 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bereich der Göttinger Arbeitsagentur arbeiteten 31 Prozent in Teilzeit, davon sind 81 Prozent Frauen. Von 40000 Minijobbern mit geringem Einkommen seien 61 Prozent Frauen, ergänzte der Leiter der Agentur für Arbeit in Göttingen, Klaus-Dieter Gläser.

Aber es gebe auch positive Entwicklungen: Die Beschäftigungsquote der Frauen habe sich von 41 Prozent vor zehn Jahren auf 51 Prozent erhöht. Weitere Infos im Internet unter vhs-wiedereinstieg.de.

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