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Neues Jugendtheaterprojekt im Jungen Theater

„Eine Bühne für eure Rechte“ Neues Jugendtheaterprojekt im Jungen Theater

„Eine Bühne für eure Rechte“ ist Titel eines neuen Jugendtheaterprojektes, das das Institut für angewandte Kulturforschung (Ifak) in Zusammenarbeit mit dem Jungen Theater (JT) ins Leben gerufen hat. Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren aus Göttingen und der Region können daran teilnehmen.

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„Freuen sich auf zahlreiche Teilnehmer (v.l.) Petra Broistedt, Kathrin Müller-Grüß (Theaterpädagogin JT), Nico Dietrich, Eva Söhngen.

Quelle: Iben

Anmeldung und Infos

Göttingen. Eva Söhngen, 0551 / 388 7516 sowie auf www.ifak-goettingen.de  / www.facebook.com/einebuehnefuereurerechte 

Vor 25 Jahren ratifizierte Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention. Kinderrechten eine Bühne zu geben und so dem Thema mehr Öffentlichkeit zu verschaffen, sei das Anliegen, das das Ifak zu diesem Projekt inspirierte und zu dem es ein breites Kooperationsbündnis von Göttinger Organisationen und Initiativen geschmiedet habe, so Eva Söhngen vom Ifak, die ein ähnliches Projekt schon in Kiel umgesetzt hat und auf einen vergleichbaren Erfolg in Göttingen hofft.

Informationen zu Kinder- und Menschenrechten

Das Theaterprojekt, dessen Schirmherrschaft Göttingens Kultur- und Sozialdezernentin Petra Broistedt übernommen hat, beginnt am 20. August im JT mit einem eintägigen kostenlosen Workshop, bei dem Kinder- und Jugendgruppen, aber auch interessierte Einzelpersonen zwischen 14 und 18 Jahren teilnehmen können. Experten von Amnesty International, dem Kinderschutzbund und weiteren Partnern informieren die Teilnehmer über Kinder- und Menschenrechte weltweit; Theaterpädagogen erörtern dann gemeinsam mit den Jugendlichen Möglichkeiten der Umsetzung auf der Bühne. Die Teilnehmerzahl ist auf 60 Personen begrenzt.

Im Anschluss an den Workshop startet ein Theaterwettbewerb, bei dem sich Jugendliche als Gruppe bewerben können. Die Aufgabe ist es, innerhalb von sechs Monaten ein kleines Theaterstück zum Thema Kinder- und Menschenrechte zu erarbeiten und eine Videoaufzeichnung davon einzusenden. „Jede Gruppe erhält hierfür 200 Euro Materialkosten“, erklärt Söhngen. Alle Einsendungen werden von einer Jury gesichtet; vier qualifizieren sich für das Finale am 11. März 2018, das ebenfalls im JT stattfinden soll.

Anerkennungspreis für alle

„Alle Theaterformen sind möglich – und wir sind jetzt schon gespannt darauf, wie die Teilnehmer am Wettbewerb das Thema Kinder- und Menschenrechte umsetzen“, so JT-Intendant Nico Dietrich, der auch in der Jury sitzen wird. Alle teilnehmenden Gruppen erhalten einen Anerkennungspreis. Die zwei bestplatzierten Gruppen können sich auf eine viertägige Fahrt nach Berlin freuen, wo sie zivilgesellschaftliche Organisationen und staatliche Stellen aus dem Entwicklung- und Menschenrechtsbereich kennenlernen. Die Dritt- und Viertplatzierten können sich über einen Theaterworkshop beziehungsweise über Karten fürs Junge Theater freuen.

Das Projekt „Eine Bühne für eure Rechte“ wird mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Es endet mit einer Ausstellung in der Stadtbibliothek, die von den Gewinnern entworfene Plakate von ihrer Fahrt nach Berlin zeigt.

Von Maren Iben

Zehn Punkte

Unicef hat die 54 Artikel der UN-Kinderrechtskonvention zu zehn Punkten zusammengefasst:

  • Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung, unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht
  • Das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit
  • Das Recht auf Gesundheit
  • Das Recht auf Bildung und Ausbildung
  • Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung
  • Das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln
  • Das Recht auf eine Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens
  • Das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen und auf Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung
  • Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause
  • Das Recht auf Betreuung bei Behinderung
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