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Neues Konzept für Göttinger Ganztagsschulen

Horte vorerst gesichert Neues Konzept für Göttinger Ganztagsschulen

Das neue Rahmenkonzept für die Ganztagsbetreuung an Grundschulen in Göttingen steht. Einstimmig hat der Rat der Stadt das Papier am Donnerstag beschlossen. Horte im Umfeld einer Ganztagsschule dürfen bestehen bleiben, wenn sie eine besondere Bedeutung für den Stadtteil haben.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Damit sind auch drei Horte im Umfeld der Lohbergschule vorerst gerettet. Vor allem Eltern aus dem Hort der Arbeiterwohlfahrt (AWO) am sogenannten AWO-Häuschen hatten sich gegen eine drohende Schließung gewehrt und dabei auf die besondere Bedeutung der Einrichtung für Kinder aus zum Teil schwierigen Familien hingewiesen. Auch die SPD-Ratsfrau Helmi Behbehani hatte auf eine Änderung des Rahmenkonzeptes gedrängt.

 
Mit dem überarbeiteten Rahmenkonzept für Ganztagsgrundschulen reagiert die Stadt auf neue Vorgaben des Landes – und auf eine Sondervereinbarung Göttingens mit dem Land, die über die Vorgaben hinaus geht. Danach sind zwar grundsätzlich die Schulen für die kostenlose Nachmittagsbetreuung bis 15.30 Uhr verantwortlich, arbeiten aber eng mit außerschulischen Partnern zusammen. Bis 17 Uhr bieten die Partner eine weitere außerschulische Betreuung an. Die Stadt schließt entsprechende Verträge mit den Schulen und den Kooperationspartnern ab.

 
Nach dem ersten Entwurf des Rahmenkonzeptes sollte es im Bereich der Ganztagsschulen allerdings keine „Doppelstrukturen“ geben – also keine weiteren Nachmittagshorte mehr. Jetzt bleibt dies doch möglich, wenn es zum Beispiel in einem Brennpunkt-Stadtteil eine besonders gute und wichtige Horteinrichtung gibt und die Schule „kein adäquates Angebot vorhalten kann“. Damit nehme die Verwaltung auch ein Ziel aus dem Haushaltsplan der Stadt auf, den der Rat beschlossen hatte, erklärte Jugend- und Schuldezernent Siegfried Lieske unmittelbar vor der Ratssitzung im Jugendhilfeausschuss. Der geänderte Beschluss sei wichtig „im Interesse einer wirklich überlegten Stadtteil-, Jugend- und Kinderarbeit“, ergänzte Behbehani. In Göttingen bieten ab nächstem Schuljahr zwölf von 20 Grundschulen eine Nachmittagsbetreuung mit Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, Förder- und Freizeitprojekten an. Genutzt wird das von mehr als 1100 Kindern.

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