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Neues Konzept für Städtisches Museum gesucht

Diskussion im Bauausschuss Neues Konzept für Städtisches Museum gesucht

Keine Entscheidung für ein neues Konzept für das Städtische Museum: Der Kulturausschuss des Rates hat das Thema am Donnerstag nach der Vorstellung und intensiver Diskussion zunächst.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen. Erst nach den gerade laufenden Haushaltsberatungen solle darüber ein weiteres Mal im Kulturausschuss gesprochen und auch abgestimmt werden, erklärte Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD). Sie betonte die Bedeutung eines stadtgeschichtlichen Museums für Göttingen. Dieses sei ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt.

Der Vorstellung des Museumskonzeptes durch Martina Jung vom beauftragten Planungsbüro Ikon schloss sich eine Diskussion an, bei der die Sichtbarkeit des Museums im Stadtbild und das Zusammenwirken mit den Museumsbesuchern im Mittelpunkt standen. Rolf Becker (Grüne) schlug die Verbindung der Göttinger Gedenktafeln mit dem Museum vor. Diese könnten auf das Museum und dieses wiederum den Museumsbesuchern die Gedenktafeln näher bringen. Auch Ernst Böhme, Leiter des Städtischen Museums, unterstützte diese Idee. Das Museum sei als Portal in beide Richtungen zu verstehen. Dies würde sich wegen der Fußläufigkeit vor allem in einer Stadt wie Göttingen anbieten. 

Wilfried Arnold,  beratendes Mitglied im Ausschuss, griff die Standortfrage auf und fragte, ob sich Synergieeffekte besser nutzen ließen, wenn das Museum an einem Ort mit dem sich ebenfalls in Planung befindlichen Forum Wissen der Universität wäre. Jung plädierte hingegen dafür, beide Einrichtungen als eigenständige Partner zu verstehen. Vor allem der Weg durch die Göttinger Innenstadt zwischen den beiden Standorten sei das besonders Reizvolle.

Böhme ergänzte, dass ein gemeinsamer Standort auch die eigene Profilbildung erschweren würde. Schlapeit-Beck erklärte, dass erst das Konzept, dann der Standort im Vordergrund stehe: Der Weg solle vom Inhalt her kommen. Auch die Namensfindung für das Städtische Museum solle keine vordergründige Rolle spielen und erst im nächsten Schritt diskutiert werden. 

 Von Kathrin Westphal

 Konzeptvorschlag: das neue go!ettingen Museum

Göttingen. Gedächtnis, Stadtlabor, Visitenkarte, Wohnzimmer – das sind nur einige Begriffe, denen das Städtische Museum zukünftig entsprechen soll. Das neue Museumskonzept wurde durch das Planungsbüro Ikon bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft vorgestellt.  

Dem voran ging eine Bedarfsanalyse, bei der sowohl in Experteninterviews als auch bei einer Veranstaltung im World Café Erwartungen an das Museum erarbeitet wurden. Auf dieser Grundlage wurde das neue Museumskonzept durch Ikon erarbeitet, die es in zwölf Thesen zusammenfassten.

So soll das neue Städtische Museum das Gedächtnis und Schaufenster der Stadt sein und sich zeitgemäß präsentieren. Es soll Geschichten erzählen, bei den Besuchern neue Fragestellungen aufwerfen und zu "spannenden" Zwiegesprächen anregen. Dabei soll das Museum hochwertig gestaltet werden und alle Sinne der Besucher ansprechen.

Mit dem Neustart soll das Museum einen neuen Namen bekommen. Starke Öffentlichkeitsarbeit über unterschiedliche Kanäle soll seine Bekanntheit steigern. Als Name wurde „das neue go!ettingen Museum“ vorgeschlagen.

Das Museum solle sich am Besucher orientieren, als Zielgruppe alle ansprechen und seine Sammlungen weiter ausbauen. Die Qualitätssicherung soll durch einen Beirat gewährleistet werden und das Museum mit anderen Einrichtungen eng kooperieren.

kw

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