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Neues Pflaster für die Weender Straße

Bauarbeiten Neues Pflaster für die Weender Straße

Es gibt jede Menge Zaungäste. Interessiert bleiben die Passanten in der Weender Straße an den Absperrgittern stehen und schauen den Arbeitern beim Verlegen des neuen Pflasters für Göttingens Haupteinkaufsstraße zu.

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Zaungäste: Die Pflasterarbeiten zwischen Nabel und Markt schreiten voran. Das Interesse der Göttinger ist groß.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Unter ohrenbetäubendem Krach der Steinsäge schneiden und verlegen Mario Kramer und Sven Zimmermann die schweren, dicken rötlich-grauen Granitplatten. Langsam wächst das neue Pflaster vom Nabel Richtung Marktplatz. Dass das Pflaster diagonal verlegt wird, beschleunigt die Arbeit nicht gerade. Und auch die Fußgänger müssen derzeit Geduld mitbringen, wollen sie die Großbaustelle passieren. Links und rechts der Pflasterarbeiten werden sie über enge Fußwege durch die Weender gelotst.

Trotz der Enge, des Lärms und des Drecks: Mit dem zeitlichen Verlauf der bisher größten Sanierung der Göttinger Fußgängerzone seit ihrer Einrichtung in der 70er Jahren ist die Verwaltung zufrieden. „Alle Arbeiten liegen voll im Plan“, sagt Stadtsprecher Detlef Johannson.

Die Enge in der Baustelle und die schmalen Wege sorgen Tageblatt-Leser Gerd Auspitzer: „Was passiert, wenn es dort brennt?“, fragt er. Und Johannson räumt ein, dass der „optische Eindruck“ hier Recht gebe. „Aber die Berufsfeuerwehr hat das im Griff, nimmt regelmäßig an den wöchentlichen Besprechungen des gesamten Bauteams teil und hat deshalb ihre wichtigen Belange ständig im Blick“, sagt Johannson.

Allerdings, so räumt er ein, könne es natürlich „keinen perfekten ausgebauten Rettungsweg“ geben. Aber die Einsatz- und Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr kämen über die bereits erfolgte Pflasterung oder auch über das Pflasterbett ans Ziel. „Das ist gewährleistet. Im Notfall nehmen wir natürlich auch in Kauf, dass Bauleistungen dadurch beschädigt werden. Aber anders geht das nicht“, macht Johannson deutlich.

Zuschnitt: Sven Zimmermann (vorne) schneidet den Granit. Mario Kramer verlegt die Platten.

Quelle: CH

Auch die von vielen geäußerte Befürchtung, es werde künftig keine Bäume mehr in der Weender Straße geben, entkräftet Johannson. „Es wird wieder Bäume geben. Die Pflanzflächen auf der Westseite der Weender in der Nähe des Nabels sind sogar schon frei gehalten worden, selbst an den Granulatuntergrund haben wir bereits gedacht“, erklärt er.

Im November will die Stadt mit dem ersten Bauabschnitt zwischen Theater- und Barfüßerstraße fertig sein. Der zweite, zwischen Barfüßerstraße und Groner Straße inklusive Marktplatz, soll dann im März beginnen und bis November 2013 beendet sein. Die Gesamtkosten, einschließlich Straßenbau und Erneuerung der Leitungen, beziffert die Stadt auf 4,6 Millionen Euro. Grundlage für die Planung ist der Entwurf des Planungsbüros WES aus Berlin, der 2008 bei einem Wettbewerb den Zuschlag erhielt.

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Die Kritik am neuen Pflaster in der Weender Straße reißt nicht ab. Noch sind die Platten aus Striegauer, Vedera und Guarda Granit nicht vollständig verlegt, sind die Arbeiten zwischen Nabel und Barfüßer Straße nicht abgeschlossen, schon hagelt es Kritik, auch von Tageblatt-Lesern.

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