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Neues Projekt „Erinnerungsspeicher"

Bovender Geschichte Neues Projekt „Erinnerungsspeicher"

„Bovender Erinnerungsspeicher – so war das früher“ heißt das neue Projekt einer Gruppe Ehrenamtlicher, die sich aus der Arbeiterwohlfahrt heraus gegründet hat. Im Mittelpunkt steht das Bovenden der Jahre 1900 bis 1950.

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In Bovenden konfirmiert: Jugendliche aus Sattenhausen im Jahr 1900.

Quelle: EF

Ernste Gesichter, die Mädchen im langen schwarzen Kleid, die Jungen im Anzug: eine Konfirmandengruppe um die Jahrhundertwende. Kirmes-umzug: Die Häuser des Altdorfs sind festlich geschmückt, eine Menschenmenge umringt den Festzug, in dem Landarbeiter ihre Sensen hochtragen. Solche Bilder aus der Ortsgeschichte gibt es in Bovender Fotoalben sicher Hunderte. Für den Erinnerungsspeicher sollen sie gesammelt werden, mit den Anekdoten und Geschichten, die zu ihnen überliefert sind.

Vor allem ältere Menschen haben die Projektinitiatoren um Unterstützung gebeten, „ohne ihnen einen allzugroßen Aufwand zu bereiten“, verspricht Ingelore Kettler, Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Bovenden und eine der Projektinitiatorinnen. Wer Bilder und Geschichten aus der Bovender Vergangenheit besitzt oder erzählen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 05 51 / 8 20 89 88 melden. „Die Fotos holen wir ab und bringen sie auch zurück.“ Das Projekt will generationenübergreifend arbeiten: „Durch (...) Kommunikation sollen Ideen und kreative Prozesse für die Gestaltung des heutigen und zukünftigen Zusammenlebens in Bovenden angeregt werden“, heißt es in einem Antrag, mit dem die Ehrenamtlichen finanzielle Unterstützung durch den Ortsrat Bovenden erbeten haben. Geplant ist etwa eine Zusammenarbeit mit Neuntklässlern aus der Schule am Osterberg.

Die freiwilligen Helfer sammeln die historischen Fotos und Dokumente ein. „Sie können auch in der Awo-Begenungsstätte abgegeben werden“, sagt Kettler. Mitarbeiter einer gemeinnützigen Werkstatt erhalten den Auftrag zum Scannen der privaten Leihgaben. So soll ein nach Themengebieten sortiertes Bovender Internetarchiv entstehen. Geplant sind im Zuge des Projektes auch Ausstellungen, Erzählcafés und Veröffentlichungen.

Gesucht werden neben Fotografien und Zeitzeugen auch noch Mitstreiter. Eine Möglichkeit, sich über das Projekt zu informieren, haben Interessierte am Dienstag, 9. Februar. Die Projektgruppe „Bovender Erinnerungsspeicher“ trifft sich um 18 Uhr in der Begegungsstätte der Awo, Am Korbhofe 6.

Weitere Informationen unter der Internetanschrift www. adjuvant-service.de/inhalt/boverinn.htm.

Katharina Klocke

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