Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Neues Wohnheim in Göttingen für 96 Studenten und 6,9 Millionen Euro

Schlüsselübergabe mit Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) Neues Wohnheim in Göttingen für 96 Studenten und 6,9 Millionen Euro

Das neue Wohnheim Theodor-Heuss-Straße 13 ist fertig. Am Montag hat die Städtische Wohnungsbaugesellschaft als Eigentümerin den Schlüssel an das Studentenwerk als künftigen Mieter übergeben. 96 Wohnheimsplätze sind in dem Neubau entstanden. 6,9 Millionen Euro hat er gekostet.

Voriger Artikel
Unbekannte überfallen Tankstelle im Göttinger Maschmühlenweg
Nächster Artikel
Neuer Flyer zu Wandertouren im Göttinger Land: Wegesystem zur Burgruine ausgeschildert

Außenansicht des neuen Wohnheims.

Quelle: Heller

Göttingen. Noch wohnen keine Studenten in dem Neubau, der auf 2400 Quadratmetern Wohnfläche 43 Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen bietet. Längst aber seien die 96 Plätze vermietet, sagte Jörg Magull, Geschäftsführer des Studentenwerkes, am Montag. Ab dem 15. September würden die ersten Bewohner einziehen. Bei dem Haus handelt es sich im den ersten Wohnheimsneubau in Göttingen seit 1993.

 

Die Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbau, Claudia Leuner-Haverich, lobte die gute Zusammenarbeit bei dem ersten großen, gemeinsamen Bauprojekt von Studentenwerk und Wohnungsbau. Der Clou an dem von Architekt Sergio Pascalo entworfenem Gebäude sei, dass die 43 Wohnungen auch ohne viel baulichen Aufwand in behinderten- und seniorengerechte Wohnungen umgewandelt werden könnten. Das sei im Zeichen des demografischen Wandels "in besonderem Maße zukunftsfähig". 28 Firmen aus der Region unter Leitung der Architektengruppe Wagener, waren an dem Bau beteiligt.

 

Das neue Wohnheim ersetzt einen Vorgängerbau, der im vergangenen abgerissen wurde. Der Neubau bietet rund 50 Prozent mehr Wohnheimsplätze. Von den 6,9 Millionen Euro Baukosten hat das Land 4,6 Millionen übernommen. Das Geld stammt aus dem Wohnungsbauförderprogramm.

 

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) sagte am Montag, dass Mittel für bezahlbare Wohnungen "erheblich" erhöht werden sollen. 400 Millionen Euro zusätzlich kündigte sie an. Schon jetzt gebe das Land 40 Millionen Euro im Jahr für den sozialen Wohnungsbau aus. Zudem seien seit 2007 220 Millionen Euro für 11000 Wohnungen in Niedersachsen investiert worden. Das Problem der steigenden Nachfrage nach studentischem Wohnraum sei ihr bewusst, sagte Rundt.

 

Oberbürgermeister Rolf Georg Köhler (SPD), der das Neubauprojekt vor zwei Jahren als damaliger Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsbau mit angeschoben hatte, mahnte mehr Bundesförderung für den sozialen Wohnungsbau an. Eine Milliarde Euro gebe allein die österreichische Hauptstadt Wien jährlich dafür aus, eine Milliarde Euro gebe Deutschland für den sozialen Wohnungsbau aus, rechnete Köhler vor.

 

Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerkes, Achim Meyer auf der Heyde, warnte, dass es angesichts steigender Studentenzahl wieder "sehr eng" werde auf dem Wohnungsmarkt - in Göttingen und in Niedersachsen. So habe Niedersachsen den höchsten Zuwachs der Studentenzahlen.  Bundesweit seien die Studentenzahlen seit 2007 um 36 Prozent gestiegen, die der Erstsemester gar um 50 Prozent. Gleichzeitig sei die Anzahl der Plätze in Studentenwohnheimen im gleichen Zeitraum nur um vier Prozent gestiegen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“