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Neues Zentrum der Verbraucherzentrale in der Göttinger Jüdenstraße

Trotz Internet: Persönliche Beratung wichtig Neues Zentrum der Verbraucherzentrale in der Göttinger Jüdenstraße

Lange haben die Mitarbeiter des Regionalzentrums Göttingen der Verbraucherzentrale Niedersachsen nach einem neuen und gleichzeitig zentralen Beratungsstandort in der Innenstadt gesucht. Nun sind neue Räumlichkeiten in der Jüdenstraße 3 gefunden und bereits seit August in Betrieb. Am Dienstag  ist das neue Regionalzentrum offiziell eröffnet worden.

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Elke Tiebel, Leiterin der Beratungsstelle (rechts) im Gespräch mit Erika Hoppe und Christina Ziethen vom Gesundheitszentrum Göttingen.

Quelle: mah

Göttingen. Der große Vorteil der neuen Räumlichkeiten sei, dass Beratungs- und Informationsgespräche, die oft sehr sensibel seien und in die Privatsphäre reichen, nun ungestört in separaten Räumen geführt werden können, so Randolph Fries, Vorstandsvorsitzender der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Das sei an der alten Adresse so nicht möglich gewesen. Bei der Feierstunde am Montag bedauerte er zwar, dass bei der Aufteilung der Verbraucherzentrale in Regionalzentren das Angebot in Osterode wegfalle. Die dortigen Mitarbeiter würden aber übernommen und hätten jetzt in der Jüdenstraße ihren neuen Arbeitsplatz gefunden.

Telekommunikation, Multimedia, Krankenversicherung, Baufinanzierung und – neu – die Rundfunksbeitragsberatung: Das sind die Haupt-Themen, um die sich die sieben fest Angestellten und neun Honorarkräfte des Göttinger Regionalzentrums kümmern.  Sie begleiten individuelle Angelegenheiten, und setzen sich -  wenn nötig -  für außergerichtliche Einigungen ein. „Sie müssen auf der Höhe der Zeit sein“, denn es hätten sich „unüberschaubare Märkte“ für die Verbraucher aufgetan,  sagte Christian Meyer (Grüne), Niedersächsischer Verbraucherschutzminister.  Energiemärkte, digitale Welt: die Verbraucherzentrale habe die Aufgabe, in das Ungleichgewicht von Anbieter zu Verbraucher einzugreifen. Man müsse sich neuen Herausforderungen stellen.

Informationsmöglichkeiten übers Internet gäbe es unzählige. Dass aber die persönliche Beratung von Verbrauchern alles andere als überflüssig geworden sei, unterstrich anschließend Bürgermeister Wilhelm Gerhardy (CDU). Ihm pflichtete Maria Gerl-Plein (Grüne) bei. Die Verbraucherzentrale biete eine vertrauenswürdige Person, die einem gegenüber sitzt. Hier gäbe es einen großen Bedarf bei den Verbrauchern, die, so Ronald Schmincke (SPD), geschützt werden müssen.

Von Markus Hartwig

Dauerthema Telekommunikation

Gerade im Bereich der Telekommunikation sei die Verbraucherzentrale gefordert, so Kathrin Körber. In die Beratungsstelle kämen auch  viele Asylbewerber,  denen – aufgrund sprachlicher Hürden – unnötige Mobiltarife verkauft würden. Hier habe die Verbraucherzentrale schon oft geholfen. Ein weiteres Beispiel seien Seereisen.

Durch die Satellitenverbindungen der Schiffe entstünden für den Verbraucher oft unerwartet hohe Kosten. Die Verbraucherzentrale ist geöffnet montags und donnerstags von 10 bis 18 Uhr, dienstags von 10 bis 14 sowie mittwochs und freitags ausschließlich nach Termin.

mah

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