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Neun Freunde aus Göttingen verkürzen Jetta

"Oma weiß, wie der jetzt aussieht" Neun Freunde aus Göttingen verkürzen Jetta

Der Jetta war den Jungs irgendwie zu lang. Was tun? B-Säule raus, wieder zusammenschweißen, fertig. Die „Theken-Athleten“ treffen sich regelmäßig in einer Scheune in Reyershausen, um unter guten Freunden auszuloten, was auf vier Rädern so möglich ist.

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Christopher Rühling, Andree Jahr, Daniel Steinhoff, Nils Gersting, Markus Sander, Christian Heese, Patrick Steinhoff (von links) und Stephan Heese (im Auto) stehen um das vermutlich kürzeste Taxi Deutschlands.

Quelle: Heller

Reyershausen. Andree Jahr erzählt in der „Schrauber-Höhle“, wie alles angefangen hat: „Der Jetta gehörte mal der Oma meiner zukünftigen Frau. Und ja, sie weiß, wie der jetzt aussieht.“ Ob sie auch weiß, dass auf der Hutablage ein Pokal von einem Burnout-Wettbewerb liegt? Davon abgesehen, dass es der Jetta, den man jetzt halt von der Rückbank steuern muss, mit einer Straßenzulassung ziemlich schwer hätte, fährt er sich hervorragend, wie die neun Freunde aus Göttingen versichern.

„Wir haben uns halt gedacht, wir kürzen den einfach mal, das war unser erstes Projekt in dieser Scheune“, erzählt Jahr. Gedauert hat es rund fünf Monate, dafür gibt es jetzt auch sinnvolle Sonderausstattungen wie Getränkehalter im Heckspoiler. Für „Hopfen-Smoothies“, ergänzt ein anderer Schrauber. „Es geht schon ein Stück weit ums Auffallen“, meint Jahr – allerdings nicht im öffentlichen Straßenverkehr, sondern auf Schrauber- oder Jetta-Treffen, wo das zu kurz geratene Taxi schon öfter eine gute Figur gemacht habe. Auch beim VW-Audi-Treffen am Göttinger Kauf Park war der Jetta schon zu sehen.

Dass es der Gruppe von Männern zwischen 21 und 27 nicht ums Protzen, sondern um Humor und dem Spaß am gemeinsamen Tüfteln geht, merkt man sofort. Zwei von ihnen arbeiten als Kraftfahrzeugmechatroniker, der Rest schraubt ausschließlich in der Freizeit. Und auch die beiden Herren vom Fach dürften ihre Brötchen mit weniger verrückten Projekten verdienen.

Derzeit treibt die Freunde aber ein ganz anderes Projekt um: Ihr Grill ist ihnen zu klein geworden. Abhilfe soll ein 200-Liter-Ölfass schaffen, das sie auf einen selbstgebauten Ständer schweißen. Und sonst so? „Wir wollen noch ein zweites Auto kürzen. Aber diesmal so, dass man im Kofferraum sitzen muss.“ Da sag’ doch noch mal jemand, dass die Jugend von heute keine Ziele habe.

jro

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