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Neuntklässler des MPG-Göttingen besuchen Partnerschule in St. Petersburg

Herzlich zu Gästen, ruppig in der U-Bahn Neuntklässler des MPG-Göttingen besuchen Partnerschule in St. Petersburg

Wie die Russen als Menschen so sind? „Sehr gastfreundlich und herzlich“, findet Elisabeth Größel. „In der U-Bahn sind sie allerdings ziemlich ruppig“, entgegnet Franziska Matusche. Und wie es in St. Petersburg aussieht?

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Beeindruckt: Schüler des MPG in zu Gast in St. Petersburg.

Quelle: EF

Göttingen. „Es gibt dort wunderschöne Kirchen, schöner als hier“, erzählt Finia Bonder, während Fiona Körber darauf hinweist, dass die Mietshäuser ziemlich alt und heruntergekommen wirken.

Mit anderen Worten: Sie haben viel gesehen und erlebt, die neun Neuntklässler des Max-Planck-Gymnasiums (MPG), die kürzlich von einem neuntägigen Aufenthalt in St. Petersburg zurückgekehrt sind. Die Reise war ein Gegenbesuch, weil im Oktober vergangenen Jahres neun Neuntklässler aus der Peterschule in St. Petersburg zu Gast in Göttingen waren, die Stadt kennen lernten sowie im MPG am Unterricht teilnahmen.

Der Besuch des Gymnasium ist sicher kein Zuckerschlecken, aber so hart wie auf der Peterschule ist es am MPG dann doch nicht, wie Fiona festgestellt hat: „Der Unterricht dort geht von neun bis 17 Uhr und die Hausaufgaben dauern drei bis vier Stunden.“  „Ihr Unterricht fängt mehr als eine Stunde später als bei uns an“, sagt Finia, die sich überhaupt über den Tagesablauf der Russen wundert: „Abendbrot essen sie erst zwischen 21 und 22 Uhr, und zwar richtig üppig.“

Verwundert waren die Jungen und Mädchen, die in Begleitung ihrer Russischlehrer Nicole Stieg und Johann Hasselgruber reisten, auch über die Sicherheitsmaßnahmen: Vor der Schule hätten Wächter gestanden, die Eingangstüren der Mietshäuser seien aus Stahl und verfügten über mehrere Schlösser. Stark beeindruckt waren sie von den historischen Gebäuden – zum Beispiel dem Katharinenpalast – sowie dem Besuch des Mariinsky-Balletts: „Einfach wunderschön“, schwärmte Franziska.

Die Reise war von der Stiftung Deutsch-Russischer-Jugendaustausch mitfinanziert worden. Sie diente nicht zuletzt dazu, „in dieser politisch so schwierigen Zeit den Kontakt zu den Menschen in Russland aufrecht zu erhalten“, sagt  Hasselgruber.

Von Hauke Rudolph

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