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Harz statt Weserbergland

Neuordnung des Tourismus in Südniedersachsen Harz statt Weserbergland

Mit der Fusion der Landkreise Osterode und Göttingen wird auch die Zuordnung von Städten und Gemeinden in Südniedersachsen zu den Reiseregionen Weserbergland und Harz neu geregelt. In erster Linie habe das Auswirkungen auf die statistische Erfassung der Beherbungszahlen, heißt es.

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Die Geschäftsführerin von Göttingen Tourismus, Angelika Daamen.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen/Osterode. Der bisherige Landkreis Göttingen zählt bisher zur Reiseregion Weserbergland, der Landkreis Osterode zur Reiseregion Harz. Der neue Großkreis Göttingen lasse sich aber künftig aufgrund der geografischen Lage und der Vielfalt der touristischen Ausrichtung keiner der beiden Reiseregionen eindeutig zuordnen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Landkreis und Stadt Göttingen.

Daher sei in Gesprächen mit dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium, Vertretern von Stadt und Landkreis Göttingen sowie der Tourismusverbände beschlossen: „Die Städte Göttingen und Duderstadt, die Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen, der Flecken Bovenden und die Gemeinden Rosdorf, Gleichen und Friedland werden künftig der Reiseregion Harz zugeordnet. Die Stadt Hann. Münden, die Samtgemeinde Dransfeld, die Gemeinde Staufenberg und der Flecken Adelebsen verbleiben bei der Reiseregion Weserbergland.“

Damit würden faktische touristische Ausrichtungen statistisch nachvollzogen, so die Begründung. Die Stadt Göttingen profitiere von Besuchern aus dem Harz. Dort liege laut einer Potenzialanalyse auch ein städtetouristisches Potenzial für die Tourismuswirtschaft in Göttingen.

Die Geschäftsführerin von Göttingen Tourismus, Angelika Daamen, glaubt nicht, dass die neue statistische Zuordnung Göttingens „für uns eine besondere Auswirkung hat“. Göttingen liege genau zwischen Harz und Weserbergland und gehöre eigentlich weder zu der einen noch zu der anderen Region.

Antje Jahn, Geschäftsführerin von Touristik Erlebnisregion Münden, bewertet die Neustrukturierung der Reiseregionen eher kritisch. Sie fürchtet, dass der Harz in seiner toristischen Bedeutung und Außenwirkung dadurch eher gestärkt und das Weserbergland mit Hann. Münden eher verlieren werde.

Nach Auffassung des Göttinger Landrates Bernhard Reuter (SPD) werde die neue Zuordnung der Bedeutung der Reiseregion Harz gerecht. Und Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) sieht in der die Neuordnung „ein weiteres Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen aus dem Harz, die künftig zu unserem Landkreis gehören.“

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