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Konzert zwischen Gräbern

New Orleans Syncopators Konzert zwischen Gräbern

Langsame, getragene Begräbnismärsche, aber auch fröhliche, lebendige Stücke wie Exactly like you haben die New Orleans Syncopators am Sonntag auf dem Göttinger Stadtfriedhof gespielt. Zwei Stunden lang lauschten 200 Zuhörer an vier Stationen der Musik aus den 20er- und 30er-Jahren.

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Quelle: Markus Hartwig

Göttingen. Bereits zum vierten Mal haben der städtische Fachdienst Friedhöfe und der Verschönerungsverein die Göttinger Band für ein Open-Air-Konzert gewinnen können. Am Teich beim Rondel für die Göttinger Nobelpreisträger begann der diesjährige Auftritt der Syncopators mit St. James Infirmary. Das Messing blitzte im Sonnenlicht. Auf dem Weg zur Kapelle wagten es die Musiker erstmals, auch im Gehen zu spielen. When the Saints Go Marching In erklang. Davor hatten die Göttinger bisher zurückgeschreckt. Schließlich ist es nicht einfach, in Bewegung sauber zu spielen und zudem nicht aus der Puste zu kommen.

Traurig-melancholische Stücke wie Spencer Williams Ballade Basin Street Blues erklangen. Louis Armstrongs tragender New Orleans Function belebte sich rhythmisch zu einem optimistischen Vier-Viertel-Takt. Auf Wunsch eines Zuhörers spielte Gregor Kilian auf seiner Melodica Nikolai Rimski-Korsakows Humnmelflug. Das Publikum, das dem Zug über die Platanenallee zur Torhaus-Galerie an der Kasseler Landstraße zum Teil auf dem Fahrrad oder mit Nordic-Walking-Stöcken gefolgt war und auch einem Regenschauer getrotzt hatte, erklatsche sich mehrere Zugaben.

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