Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Nicaragua-Verein startet 6. Hilfsprojekt in diesem Jahr

Bingo-Umweltstiftung fördert Leitungsbau Nicaragua-Verein startet 6. Hilfsprojekt in diesem Jahr

Die „Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung“ unterstützt ein neues Trinkwasser-Projekt des Göttinger Nicaragua-Vereins in der Region La Paz Centro mit 28000 Euro. Es ist bereits das 6. Hilfsprojekt, das der Verein dort nach eigenen Angaben allein in diesem Jahr initiiert hat: mit einem Volumen von 116000 Euro.

Voriger Artikel
Deppe bleibt Vorsitzender
Nächster Artikel
Flohmarkt für „Children‘s Wish“

La Concha ist eines von 25 Dörfern in der Region La Paz Centro. Weniger als die Hälfte verfügt laut Bingo-Stiftung über eine direkte Wasserversorgung.

Quelle: R

Göttingen/La Concha. Die Bauarbeiten für das jüngste Projekt sollen noch in diesem Monat beginnen, teilten die Bingo-Umweltstiftung und die Göttingerin Anna Leineweber vom Verein „Amistad con Nicaragua“. Die Stiftung trage die Hälfte der Kosten. Mitarbeiter des Vereins wollen mit den Bürgern von einem bestehenden Brunnen Leitungen in das Dorf La Conche legen und eine Zwischenspeicher für 30 000 Liter Wasser bauen. Bisher mussten die Dorfbewohner ihr Trinkwasser täglich in Kanistern und Eimern nach Hause tragen. Darunter leide die Wasserqualität, heißt es in einer Mitteilung der Stiftung. Zudem bestehe die Gefahr, dass Insekten wie Mücken mit ihren Eiern Krankheiten in das Wasser bringen.

La Concha ist eines von 25 Dörfern in der Region La Paz Centro. Weniger als die Hälfte verfügt laut Bingo-Stiftung über eine direkte Wasserversorgung. Der Göttinger Nicaragua-Verein ist seit vielen Jahren in der Region aktiv, baut Brunnen und Wasserleitungen, schafft Arbeitsmöglichkeiten für die Menschen und ermöglicht Kindern Schulbesuche. Gerade habe er ein Solar-Projekt abgeschlossen, das die Hütten und Häuser von 54 Familien mit Strom versorgt, berichtete Leineweber. Unterdessen hätten sich die Arbeitsbedingungen für die Helfer weiter erschwert. In Nicaragua sei die Mitarbeit der Zivilgesellschaft von offizieller Seite unerwünscht.

Stockende Klimapartnerschaft läuft jetzt wieder an

Während der Göttinger Verein „Amistad con Nicaragua“ in dem zentralamerikanischen Land unermüdlich Hilfsprojekte zur Versorgung der Bevölkerung umsetzt, stockt die noch gar nicht richtig begonnene Klimapartnerschaft mit der Region La Paz Centro. Seit 2014 ist wenig passiert.

„Leider gab es zunächst eine große Zurückhaltung bei der dortigen Kommunalverwaltung“, bestätigte Detlef Johannson, Sprecher der Göttinger Verwaltung. Anfragen und Kontaktversuche seien oft lange Zeit nicht beantwortet worden, heißt es aus der Verwaltung. Dann sei eine Klimaschutzmitarbeiterin, die die Partnerschaft endgültig ins Laufen bringen sollte, kurz vor ihrer geplanten Reise krank geworden. Auch die Zusammenarbeit mit dem Göttinger Nicaragua-Verein sei zeitweise schwierig gewesen.

„Inzwischen sind wir aber deutlich weiter“, so Johannson. In dieser Woche seien auf Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit Besuche der nicaraguanischen Partner geplant – auch in Göttingen. Die Stadt gehe davon aus, dass im nächsten Jahr endlich konkrete Förderanträge für vorgesehene Projekte auf den Weg gebracht werden.
Göttingen ist die 43. Stadt in Deutschland, die vor zwei Jahren dem Bundesprojekt „50 kommunale Klimapartnerschaften“ mit Kommunen in Nicaragua beigetreten ist. Die Partner sollen sich mit Knowhow personell und bei Konkreten Projekten zum Klimaschutz unterstützen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“