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Kollektives Aufatmen

Niederländer zum Wahlergebnis Kollektives Aufatmen

Die Niederlande haben gewählt, die rechtsliberale Partei VVD um Premier Mark Rutte hat gewonnen. Die rechtspopulistische PVV hat das Nachsehen. Die in der Region lebenden Niederländer sind nach dem Wahlergebnis erleichtert.

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Mark Rutte (rechts) hat die niederländische Parlamentswahl gegen Geert Wilders gewonnen.

Quelle: dpa

Göttingen. „Die Niederländer haben smart gewählt und sind nicht auf Wilders‘ Populismus hereingefallen“, sagt der Cheftrainer des Basketball-Erstligisten BG Göttingen Johan Roijakkers. Der bekennende Islamgegner Geert Wilders muss sich mit seiner Partei PVV der VVD und Rutte mit voraussichtlich 13,1 Prozent zu 21,3 Prozent der Wählerstimmen geschlagen geben. Auch BG-Coach Roijakkers hat Premier Rutte seine Stimme gegeben. Alle im Ausland lebenden wahlberechtigten Niederländer müssten sich vorab online für die Briefwahl registrieren lassen, erklärt Roijakkers. „Das habe ich frühzeitig gemacht. Die Unterlagen wurden mir dann zugesendet, und so habe ich vor vier Wochen gewählt und dann den Brief zurück nach Den Haag gesendet“, sagt Roijakkers. Der 36-Jährige bezeichnet sich als Rutte-Fan, denn dieser sei eine starke Persönlichkeit und guter Anführer. „Ich bin kein Anhänger einer bestimmten Partei. Es hat mich beeindruckt, wie Rutte mit den Problemen mit Russland nach dem Abschuss der Passagier-Maschine über der Ukraine umgegangen ist. Auch seine Haltung im Umgang mit der Türkei imponiert mir. Wirtschaftlich geht es uns auch besser, seitdem er im Amt ist“, betont Roijakkers.

Cornelis van Tuyll vom Heimatverein Diemarden zeigt sich ebenfalls erleichtert: „Ich freue mich, dass Europa nicht infrage gestellt ist und extreme Parteien keine Chance haben.“ Trotz des am Ende deutlichen Wahlausganges sei der prozentuale Anteil der Rechtspopulisten „immer noch zu groß“, sagt van Tuyll, der seit 1969 in Deutschland lebt. Zwar sei der Wahlkampf besonders durch die niederländisch-türkischen Spannungen während der letzten Woche spannend geworden, dennoch habe er mit diesem Ergebnis gerechnet. Von der neuen Regierung erhofft er sich „nicht nur wirtschafts-, sondern auch umwelt- und europaorientierte Politik“.

Auch die Niederländerin Deborah Liemburg, die mit ihrem Mann Ralph den Campingplatz Seeburger See betreibt, begrüßte das Wahlergebnis in ihrem Heimatland. Sie hatte ebenfalls via Briefwahl ihre Stimme abgeben. Mit der Stimmenverteilung sei auch ein Zeichen für Europa gesetzt und populistischen Positionen eine Abfuhr erteilt worden, meinte die Wahl-Seeburgerin. yah, ne, bam

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