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Niedersachsens Landesregierung will Ferienverlauf ändern

Skepsis bei Lehrern, Schülern und Eltern Niedersachsens Landesregierung will Ferienverlauf ändern

Der Vorstoß auf Landesebene, Schülern in Niedersachsen im Februar eine Woche Winterferien zu gönnen, stößt bei Schülern, Lehrern und Eltern im Raum Göttingen auf unterschiedliche Reaktionen. Dabei überwiegt Skepsis. Bisher gibt es in Niedersachsen Sommer-, Herbst-, Weihnachts- und Osterferien sowie Anfang Februar zwei freie Tage zu den Halbjahreszeugnissen. Jetzt stellt die Landesregierung zwei Änderungen zur Diskussion.

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Winterferien sind bei Lehrern, Schülern und Eltern in Niedersachsen gar nicht so beliebt.

Quelle: dpa

Göttingen. Der Grundgedanke: Eine Verschnaufpause bei späten Sommerferien und Zeit für einen Skiurlaub. Variante 1: Eine Woche Halbjahresferien im Februar, dafür kürzere Herbstferien. Variante 2: Eine Woche Winterferien, wenn die Sommerferien früh anfangen – zudem eine Woche Pfingstferien wenn sie spät beginnen.

David Ruhmland, Schüler in Göttingen und Mitglied im Landesschülerrat sieht keine zwingenden Änderungsbedarf, würde zudem eher Variante 1 bevorzugen. Generell sieht er die Diskussion als Ablenkungsmanöver des Landes vom aktuellen Streit um Arbeitszeiten der Lehrer und ihren Klassenfahrtenboykott. Auch die Leiterin des Theodor-Heuß-Gymnasiums, Ulrike Koller, sieht keinen Handlungsbedarf. Winterferien kurz nach der Weihnachtszeit würden sich zudem „organisch nicht gut einfügen“. Und sie wären für die meisten Familien kein Gewinn. Für den Stadtelternratsvorsitzenden Claus-Peter Siebert „wäre es viel wichtiger“, den häufigen Wechsel langer und kurzer Unterrichtsphasen zwischen Ferien für einen effektiveren Lernverlauf „gleichförmiger“ zu gestalte.

Wenn die Sommerferien wie 2014 sehr spät beginnen, würde die Leiterin der Brüder-Grimm-Grundschule, Ines Bodemeyer, eine Verschnaufpause im zweiten Halbjahr begrüßen – „dann aber um Pfingsten, wenn das Wetter besser ist“. Das sagt auch Jens Haepe, Leiter der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen. Und er geht noch weiter: In Baden Württemberg hätten die Kinder zwischen Pfingsten und Himmelfahrt zwei Wochen Ferien, „das ist super“, wenn die Sommerferien spät beginnen. „Dann können zusätzliche Ferien schon sehr hilfreich sein“, sagt auch die stellvertretende Leiterin der Tannenbergschule, Fanny Bader. Variierende Ferien mit und ohne Pingstferien je nach Lage der Sommerferien lehnt sie ab. Das sei für die Kinder der Förderschule problematisch. Peter Stahr, Leiter der Voigtschule, favorisiert Variante 2. Dann müsse aber geklärt werden, wo Tage abgezogen werden. Bei Variante 1 die Herbstferien zu kürzen, sei „nicht o.k.“.

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