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Niemetal lässt zweites Regenrückhalte-Becken vor Varlosen bauen

Dämme gegen Hochwasser Niemetal lässt zweites Regenrückhalte-Becken vor Varlosen bauen

An der Vesperke in der Verlängerung des Triftweges werden Dämme aufgeschüttet. Lastwagen bringen Erde aus einer ehemaligen Tonkuhle bei Löwenhagen. Die Gemeinde Niemetal baut ein zweites Rückhaltebecken, um Varlosen vor Hochwasser zu schützen. 6700 Kubikmeter Wasser sollen aufgestaut werden können und über einen Durchlaufbegrenzer dosiert abgegeben werden.

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Hochwasserschutz: An der Vesperke westlich von Varlosen wird ein Rückhaltebecken gebaut.

Quelle: Theodoro da Silva

Varlosen. Rund 260 000 Euro ohne Grunderwerb kostet das Bauwerk. Die Gemeinde rechnet mit 109 000 Euro Zuschuss des Landes – falls rechtzeitig alles fertig ist.

Boden abzugraben, um Stauraum zu schaffen, erlaubte der Landkreis zum Schutz des Wiesenbiotops nicht. Deshalb muss ganz auf Dämme gesetzt werden, Schotterzufahrten mussten wegen Bodenfeuchtigkeit angelegt werden. Im November soll alles fertig sein. Nächste Woche werden sogenannte Gabionenwände errichtet, durch Drahtgeflecht gehaltene. Natursteine. Im Moment sehe es gut aus, sagt Gemeindedirektor Helgo Schröder.

Er hofft, dass die Kostenim Rahmen bleiben.  Varlosen liegt an drei Niemezuflüssen. Straßen und Keller standen in der Vergangenheit nach starken Regenfällen schon öfter unter Wasser zum Beispiel 2010. In zehn Jahren habe viermal Wasser im Dorf gestanden, hatte der frühere Bürgermeister Gerold Schäfer (CDU) beklagt. Von den höher gelegen Flächen fließt das Wasser in die Niemezuflüsse und staut sich im Dorf. Engpunkte, zwei Brücken am Dorfausgang, wurden bereits erweitert.

Das Becken an der Vesperke war eigentlich Nummer drei auf der Liste, wurde aber vorgezogen. Erste Kostenschätzungen beliefen sich auf 180 000 Euro. Ob das zweite Becken in diesem Jahr noch gebaut werden kann,war im Sommer fraglich. Es gab Verzögerungen mit der Baugenehmigung. Bis zum 31. Oktober hätte eigentlich alles fertig sein müssen, um noch Geld aus demDorferneuerungsprogramm zu bekommen. Jetzt gilt die Frist bis Ende November.

Ein erstes Becken an der Valenke im Süden war 2012 für rund 132 000 Euro gebaut worden. Ein Teil der Grasnabe musste aufgerollt und nach den Arbeiten wieder aufgebracht werden, um ein Biotop zu erhalten, was den Bau verteuerte. Da alle vier Niemetaldörfer im Dorferneuerungsprogramm sind, gibt es Zuschüsse aus einem EU-Topf vom Land zumindest bis 2015.

Ein Verlängerungsantrag ist von der Gemeinde gestellt worden. Das erste Becken bewährte sich im vorigen Jahr bereits. „Es ist dreimal vollgelaufen“, sagt Schröder. Das dritte im Konzept wird voraussichtlich 2016 gebaut. Bei der Dorferneuerungsplanung war dem Hochwasserschutz von den Varlosern einvernehmlich Priorität eingeräumt worden. Drei Rückhaltebecken zusammen sollen ein Hochwasser abhalten können, das statistisch alle 30 Jahre auftritt.

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