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Nikolausberger Ortsrat diskutiert über zweite Zufahrtsstraße

Diebesbanden und Tornados Nikolausberger Ortsrat diskutiert über zweite Zufahrtsstraße

Ihren Antrag an die Verwaltung, bei den Planungen zur Neuaufstellung des Flächennnutzungplanes die Notwendigkeit und die Voraussetzungen für eine weitere Zufahrtsstraße für den Bergort zu prüfen, hat die CDU im Ortsrat am Donnerstag zunächst zurückgestellt. Zu groß war die ablehnende Haltung auf Seiten der SPD und Grünen. Selbst die CDU war sich uneins über den Sinn und Zweck des Antrags.

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Quelle: Heller

Göttingen. Hintergrund des Antrages sind vier mögliche Neubaugebiete in Nikolausberg, die im neuen Flächennutzungsplan ausgewiesen werden könnten. Auf den zusammen mehr als 16 Hektar großen Flächen könnten 225 Wohneinheiten entstehen.

Angesichts des dadurch höheren Verkehrsaufkommens hatte die CDU-Fraktion ihren Antrag gestellt und wollte ihn "ausdrücklich als Prüfauftrag" verstanden wissen. "In einem so frühen Planungsstadium halten wir es für sinnvoll, alle Variationen und Möglichkeiten einzubringen", erklärte CDU-Fraktionschef Burghard Wegener.

Ulrike Gerischer (SPD) warnte, dass mit so einem Antrag "Dinge in Rollen" kämen und besser keine schlafenden Hunde geweckt würden. Susanne Funke (Grüne) prophezeite, dass es zu "sehr vielen" Protesten gegen eine neue Straße kommen werde. Sie spreche aus Erfahrung der 39 Jahre, die sie inzwischen in Nikolausberg wohne.

Auch Ortsbürgermeisterin Karola Margraf (SPD) sprach sich gegen eine zusätzliche Straße in den Ort aus. "Wir haben eine tolle Busanbindung", sagte sie. Aus dem Reihen des Publikums kam die Befürchtung, dass durch eine zweite Zufahrtstraße vermehrt Diebesbanden in den Ort kämen.

Einzig CDU-Mann Heiko Dircks verteidigte den Antrag und eine zweite Straße: Der zusätzliche Individualverkehr mache sie notwendig. Und im Falle von Naturkatastrophen, etwa ein Tornado, könne verhindert werden, dass Nikolausberg von der Außenwelt abgeschnitten werde.

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