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Noch eine Bombe im Northeimer Bahnhof?

Zweiten Verdachtspunkt entdeckt Noch eine Bombe im Northeimer Bahnhof?

Eine Evakuierung großer Teile der Northeimer Bevölkerung am kommenden Sonntagmorgen wird immer wahrscheinlicher. Nach der Entdeckung eines mutmaßlichen Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg vor einigen Wochen wurde jetzt ein zweiter Verdachtspunkt geortet.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Northeim. Auch hier, zwischen den Gleisen 13 und 2 in Höhe der Park-und-Ride-Anlage, könnte es sich um eine Bombe handeln, die bei der Bombardierung des Northeimer Bahnhofes nicht gezündet hat. Der Verdachtsort, so teilte Heinz-Dieter Wiebrecht, Rechtsamtsleiter der Stadt, am Donnerstag auf Anfrage mit, liege nur 50 Meter von dem anderen vermuteten Blindgänger entfernt. Entdeckt wurde die neue Verdachtsstelle bei Leitungsarbeiten der Stadtwerke Northeim, die in 1,2 bis 1,5 Metern unter der Erdoberfläche einen großen metallischen Gegenstand geortet haben.

Sollte sich der Verdacht bewahrheiten und sollte eine sofortige Entschärfung nötig sein, plant die Stadtverwaltung eine Evakuierung von rund 7000 Menschen am Sonntagmorgen ab 8 Uhr. Betroffen sind alle Bewohner der Stadt, die im Umkreis von einem Kilometer rund um den Fundort liegen.

Zunächst aber soll in der Nacht vom Sonnabend auf Sonntag das Erdreich an den beiden Fundstellen abgetragen werden, damit Spezialisten feststellen können, ob es sich tatsächlich um Blindgänger oder um andere metallische Gegenstände handelt. Voraussichtlich gegen 2  oder 3 Uhr nachts werde Gewissheit herrschen. Dann werde die Stadtverwaltung sofort das Ergebnis auf ihre Homepage im Internet stellen und die Bürger laufend auf dem aktuellen Stand halten. Falls eine Entschärfung notwendig wird, werde am Sonntagmorgen ab 8 Uhr mit der Evakuierung begonnen. Man hoffe, sagte Wiebrecht, dass viele Anwohner durch die rechtzeitige Benachrichtigung den Sonntagmorgen ohnehin für einen Ausflug oder Verwandtenbesuch nutzen, jedenfalls nicht zu Hause sind.

Für den Bahnverkehr wird es voraussichtlich bereits in der Nacht Einschränkungen geben. Im Falle einer notwendigen Entschärfung werde es auf jeden Fall am Sonntagmorgen Behinderungen im Bahnverkehr geben, über den aber die DB selbst Auskunft geben werde. Auch der Durchgangsverkehr über die Straße werde umgeleitet. Er hoffe, so Wiebrecht, dass auch im Falle der Entschärfung alle Northeimer am frühen Sonntagnachmittag wieder in ihre Wohnungen können.

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