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Noch mehr Flüchtlinge für Göttingen?

Neue Unterkunft bezugsfertig Noch mehr Flüchtlinge für Göttingen?

Die Stadt Göttingen wird in diesem Jahr unter Umständen noch mehr als die bislang anvisierten 700 Flüchtlinge aufnehmen müssen. Das sagt Verwaltungssprecherin Stefanie Ahlborn auf Anfrage. „Wahrscheinlich wird es Mitte des Jahres eine neue Quotenverteilung vom Land geben“, erklärt Ahlborn.

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Quelle: Pförtner (Symbolbild)

Göttingen. Wenn dies der Fall sei, werde auch Göttingen neue Zuweisungszahlen für Flüchtlinge erhalten. Es sei durchaus möglich, dass die geschätzte Zahl von 700 neuen Flüchtlingen bereits dann keinen Bestand mehr haben werde, „sondern es eventuell noch mehr werden“.

Derzeit sind nach Angaben der Verwaltungssprecherin in der Stadt Göttingen insgesamt rund 670 Flüchtlinge  untergebracht, darunter 85 Neuzuweisungen im Jahr 2015. „Es ist aber Fakt, dass wir bereits Mitte des Jahres die Quote von etwa 700 neuen Flüchtlingen in diesem Jahr erfüllt haben werden“, betont Ahlborn.

Unterdessen sucht die Verwaltung fieberhaft nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten. Denn die geplanten Flüchtlingsunterkünfte auf den Zietenterrassen und im Gebäude des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film werden voraussichtlich erst nach den Sommerferien bezugsfertig sein. Immerhin sei der Umbau der ehemaligen Kita Elisabeth-Heimpel-Haus am Maschmühlenweg abgeschlossen, sagt Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD). Entstanden seien Wohnungen für fünf Familien, insgesamt also für etwa 25 Menschen. „Dort fangen wir jetzt an, zu belegen“, sagt Schlapeit-Beck. Außerdem soll an der Großen Breite 10 in Weende in den nächsten Wochen auch die zweite Büroetage in ein Wohnheim umgebaut werden. Im ehemaligen Gebäude der Voigtschule sind derzeit rund 25 Flüchtlinge untergebracht. Auch für diese muss sich die Verwaltung etwas überlegen. Denn sobald das Goethe-Institut das Gebäude übernimmt, wird die Notunterkunft geschlossen.

Hilfe für Flüchtlinge

Göttingen. „Wir müssen die vielen guten Angebote für minderjährige Flüchtlinge, besser aufeinander abstimmen – die staatlichen und die ehrenamtlichen“, sagt Helmi Behbehani (SPD), Vorsitzende des Göttinger Ratsausschusses für Jugendhilfe. Davon würden alle profitieren: an erster Stelle die vielen Kinder und Jugendlichen, die in diesem Jahr und darüber hinaus als Flüchtlinge nach Göttingen kommen, aber auch die kommunalen und ehrenamtlichen Betreuer.

Vor diesem Hintergrund würden sich jetzt Mitarbeiter der städtischen Jugendverwaltung und SPD-Ratsmitglieder zusammensetzen und konkrete Optimierungsmöglichkeiten erarbeiten. Darauf hätten sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses während ihrer jüngsten Sitzung geeinigt, so Behbehani.

Nach jüngsten Angaben wird Göttingen in diesem Jahr etwa 700 Flüchtlinge aufnehmen, rund die Hälfte davon werden minderjährig sein. Per Ratsantrag hatte die SPD-Fraktion vorgeschlagen, „die freien und städtischen Kitas, Schulen, Sozialdienste der freien Träger in der Jugendhilfe und Wohlfahrtspflege, das Migrationszentrum, die Beschäftigungsförderung und weitere Initiativen zu vernetzen. Laut Antrag sollte zunächst die Verwaltung beauftragt werden.

Die Betreuung der ankommenden Flüchtlinge sei eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen, erklärte Behbehani. Dabei sollte das Augenmerk besonders auf die Fürsorge der Kinder und Jugendlichen liegen, die teilweise ohne Elternbegleitung kommen. Zum Beispiel könnten – dann gut koordiniert – Shuttle-Dienste zu Kitas und Dolmetscher organisiert werden. us

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