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Norbert Rudolph richtet Holzrücketag in Ebergötzen aus

Mehr als 20 Gespanne Norbert Rudolph richtet Holzrücketag in Ebergötzen aus

Einen Holzrücketag mit Pferden richtet Norbert Rudolph am Sonntag, 5. Juli, in Ebergötzen aus. Mehr als 20 Gespanne seien schon gemeldet, darunter der amtierende Deutsche Meister in der Einspännerklasse, Peter Niebauer. Auch Rudolph stellt sich der Konkurrenz und tritt mit seinem neunjährigen „Fuchs“ an.

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Beim Holzrücken im Wald: Karl-Heinz Rudolph mit Lukas.

Quelle: Lawrenz

Ebergötzen. „Brrrr“, sagt Rudolph und Fuchs steht. Ein paar Zentimeter lässt er das Pferd anziehen. Dann liegt der Stamm exakt neben den anderen. Nur mit Worten dirigiert Rudolph seinen Kaltblüter. Fuchs holt den nächsten Acht-Meter-Stamm und zieht ihn auf Kommando den Abhang hinunter. Bei „Hüh“ wendet das Pferd nach links, bei „Hott“ nach rechts. „Komm“ heißt antreten, auf „Brrr“ muss Fuchs halten. Ein Stopp müsse auf jeden Fall funktionieren, sagt Rudolph. Der Hengst steht, als wolle er die Worte unterstreichen. Viele glaubten nicht, dass man einen Hengst bei Wettkämpfen mit vielen Pferden einsetzen könne. Fuchs nehme ihnen diese Zweifel.

Mit Norberts Bruder, Karl-Heinz Rudolph, zieht der Noriker Lukas einen weiteren Stamm. Für den Parcours beim Holzrücketag muss Norbert Rudolph passendes Holz aus dem Wald auf den Wettkampfplatz bringen. Schon im vergangenen Jahr wurde es geschlagen. Neffe René-Marcel Rudolph hilft dabei mit, es zum Transport an die Straße zu bringen. Bei den Deutschen Meisterschaften im kommenden Jahr tritt er als Konkurrenz seines Onkels an. Für 2016 haben sich beide für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert.

Von seinem Vater und dem Großvaterhabe er das Holzrücken mit Pferde gelernt, erzählt Norbert Rudolph seine Geschichte. Auf einem der zwei früheren Sägewerke in Ebergötzen hätten sie Langhölzer mit Pferden gefahren. Das Tischlerhandwerk erlernte Norbert Rudolph. Doch die Pferde haben ihn nicht „losgelassen“. Anfang der 1990er Jahre habe er im Göttinger Stadtforst Waldarbeiten mit Pferden erledigt, erzählt er. Jetzt arbeite er als Ziegeleiarbeiter. Das Holzrücken mit Pferden betreibt er als Hobby und richtet Anfang Juli in Ebergötzen den zweiten Holzrücketag aus. Im Umkreis von gut 100 Kilometern gebe es keinen vergleichbaren Wettkampf. Weil solche Veranstaltungen rar gesät seien, kämen die Teilnehmer aus ganz Deutschland.

Von Ute Lawrenz

Der Holzrücketag an der Seeburgstraße in Ebergötzen beginnt am Sonntag, 5. Juli um 9 Uhr. Gegen 16.30 Uhr sollen die Gewinner feststehen.

 

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