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Northeim: Harzweserland reicht Bewerbung als Leader-Region ein

Wettbewerb um Fördergelder Northeim: Harzweserland reicht Bewerbung als Leader-Region ein

„Handeln für den Wandel“ heißt das Regionale Entwicklungskonzept (REK) für die Region Harzweserland. Damit treten die elf Städte und Gemeinden des Landkreises Northeim gemeinsam für das Förderprogramm Leader (französisch: Liaison entre actions de développement de l‘économie rurale) in der EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 an.

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„Roms vergessener Feldzug – Germaniens verlorene Schlacht am Harzhorn“: Originalfunde vom 2008 zufällig im Kreis Northeim entdecktem Schlachtfeld.

Quelle: dpa

Northeim. Ziel ist es, für die Leader-Förderung in Niedersachsen ausgewählt zu werden und damit rund 2,8 Millionen Euro Fördermittel für verschiedene Projekte einzuwerben. Laut Niedersächsischem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) haben sich 50 Regionen beworben.

Anfang Januar reichte der Landkreis Northeim das Konzept beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Göttingen ein. Nach einer Prüfung im ArL steht fest, dass das REK die Voraussetzungen für die Bewerbung erfüllt. Sie wurde für die weitere Bewertung an das Ministerium weitergegeben. „Nun heißt es also Daumen drücken“, sagte Regine Albert vom Regionalmanagement für den Landkreis. „Wir befinden uns im Wettbewerb mit zahlreichen anderen Regionen in Niedersachsen, und ich hoffe, dass es Ende April/Anfang Mai diesen Jahres heißt: Die Region Harzweserland ist Leader-Projekt.“

In den drei Regionen „Wir 5 Leine los“, „Einbeck Agil“ und „Weserbergland-Solling“ waren die Kommunen in der Förderperiode von 2006 bis 2013 angetreten. Für 52 Projekte mobilisierten sie mehr als neun Millionen Euro. Realisiert wurden unter anderem die Rekonstruktion des Schlachtfeldes am Harzhorn, das Keramikum in Fredelsloh und das Bioenergiedorf Asche. Für die kommende Förderperiode bewerben sich die drei Regionen gemeinsam. Der Startschuss fiel mit rund 150 Bürgern Ende September in Lütgenrode. Workshops und Zukunftskonferenz folgten. „Lebenswerte, innovative und gut vernetzte Region“ will der wirtschaftlich strukturschwache Landkreis werden, um gegen den überdurchschnittlich starken Bevölkerungsrückgang von rund sieben Prozent anzugehen. 2005 lebten 146 690 Menschen im Harzweserland, 2012 waren es nur noch 136 537.

Der Anteil der über 63-Jährigen lag Ende 2012 mit 26,6 Prozent mehr als doppelt so hoch wie im Landesschnitt. Mit interessierten Bürgern wurden die vier Handlungsfelder „Mobilität und Daseinsvorsorge“, „Tourismus, Freizeit und Kultur“, „Umwelt, Energie, Land- und Forstwirtschaft“ und „Wirtschaft, Bildung und Arbeitsmarkt“ erarbeitet. Wird das Harzweserland nicht Leader-Region, ist die Förderung über die Integrierte ländliche Entwicklung (Ile) denkbar. 27 Regionen konkurrieren alternativ für beide Programme. 14 weitere Anwärter stehen für Ile an. Der Landkreis Göttingen hat sich ebenfalls für die neue Leaer-Förderung beworben. Er erwartet bis zu 2,8 Millionen Euro, verteilt auf diverse örtliche Projekte.

Von Ute Lawrenz

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