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Northeim droht eine Bombenentschärfung

Verdächtiger Fund unter Bahngleisen Northeim droht eine Bombenentschärfung

Unter Umständen müssen am Sonntag, 14. Juni, große Teile der Northeimer Innenstadt evakuiert werden. Der entscheidende Umstand: Wenn sich herausstellt, dass ein bislang unbekannter Metallgegenstand unter der Bahntrasse am Northeimer Bahnhof tatsächlich eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist. Dann müssten etwa 7000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

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Verdachtspunkt an Trasse.

Quelle: CH

Northeim. Geklärt wird das vom Kampfmittelräumdienst in der Nacht zum Sonntag. Um 0 Uhr soll die Ausgrabung des verdächtigen Gegenstandes beginnen, um 2 Uhr morgens soll klar sein, ob es tatsächlich eine Bombe ist und damit eine Entschärfung samt Evakuierung am Sonntagvormittag notwendig wird, erläutert Klaus Rüger vom Amt für Bürgerdienste der Stadt Northeim. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine Bombe und nicht etwa um ein Stück Schrott, beispielsweise aus dem Bahnbetrieb oder von früheren Bauarbeiten , handelt, schätzt Rüger auf etwa 30 Prozent.

 
Aufgespürt hatte den verdächtigen Gegenstand in etwa 3,50 Meter Tiefe eine Spezialfirma, welche die Bahntrasse als Vorbereitung für die ab Mitte Oktober angesetzte Sanierung der Bahnüberführung über die B 241 untersucht. Die Verdachtsstelle liegt unter den Gleisen der alten Nord-Süd-Trasse. Sollte eine Entschärfung notwendig sein, müssten Gebäude im Umkreis von einem Kilometer rund um die Fundstelle evakuiert werden. Daher müsste auch der komplette Verkehr nicht nur auf der alten Nord-Süd-Strecke, sondern auch auf der Schnellbahnstrecke eingestellt werden.

 
Beginnen würde die Evakuierung am Sonntagmorgen um 8 Uhr, erläutert Rüger weiter. Betroffen wäre unter anderem etwa zwei Drittel des Northeimer Innenstadtkerns. Um 14 Uhr soll die mögliche Entschärfung abgeschlossen sein. Danach könnten die Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Kosten für die Bombenentschärfung trüge die Bahn als Bauherr der Überführung, die Stadt müsste jedoch die Kosten der Evakuierung tragen.

 
Der Bereich um den Northeimer Bahnhof war am 22. Februar 1945 und am 7. April 1945, kurz vor der Einnahme der Stadt durch US-amerikanische Truppen, bombardiert worden. Bereits 1994 hatte die Auswertung von Luftbildern der Alliierten Hinweise auf Blindgänger in diesem Areal gegeben. Mehrere Bomben wurden damals gefunden und entschärft. An der jetzigen Verdachtsstelle hatten die dafür ausgewerteten Luftbilder jedoch keinen Einschlag eines Blindgängers gezeigt, erläutert Rüger vom Amt für Bürgerdienste.

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