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Northeim hat Probleme mit traumatisierten Flüchtlingskindern

Finanzierung der Schulsozialarbeit Northeim hat Probleme mit traumatisierten Flüchtlingskindern

Dass Schulsozialarbeit heute unverzichtbar ist, daran bestand am Freitag im Northeimer Kreistag kein Zweifel. Streit gab es jedoch um die Finanzierung der derzeit 6,6 Stellen. Die oppositionellen Christdemokraten sehen die rot-grüne Landesregierung, und nicht den Landkreis, in der Verantwortung.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Northeim. Die CDU-Sicht teilt Northeims Erster Kreisrat, Hartmut Heuer. Er sprach von einer freiwilligen Aufgabe des Landkreises. Dafür habe Northeim kein Geld. Das Niedersächsische Innenministerium habe dem strukturschwachen Landkreis eine Bedarfszuweisung in Höhe von vier Millionen Euro in Aussicht gestellt. Es erwarte im Gegenzug in den Jahren 2016 bis 2018 jährliche Einsparungen von jeweils 1,33 Millionen Euro.

 

Angesichts der großen Probleme mit den derzeit vielen, oft traumatisierten Flüchtlingskindern machte Heuer einen Vorschlag, den die rot-grüne Mehrheit aufgriff. Danach werden die zum Jahresende auslaufenden Sozialarbeiterstellen von 2016 an dauerhaft im Haushalt als Flüchtlingssozialarbeit (2,64 Stellen), Flüchtlingsberatung „Sprachkurse“ der Kreisvolkshochschule (eine Stelle) sowie als Schulsozialarbeit in den kreiseigenen Schulen (2,96 Stellen) ausgewiesen.

 

Ein Teil der Stellen ist vor Jahren im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets des Bundes eingerichtet worden. Dirk Ebrecht (CDU) erklärte, die SPD habe vor drei Jahren im Wahlkampf die Übernahme der Kosten versprochen, das aber bis heute nicht eingehalten. Die Verhandlungen mit den kommunalen Spitzenverbänden dauerten an, ergänzte Kreisrat Heuer. Ebrecht forderte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD), die dem Kreistag angehört, auf, Stellung zu beziehen. Heiligenstadt schwieg.

 

CDU-Fraktionschef Heiner Hegeler legte nach. Er warf Rot-Grün vor, Interessenpolitik für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, einer „Insel der Glückseligkeit“, zu machen. In der freien Wirtschaft gehe es anders zu. Das sorgte für Empörung bei der SPD. Von einem „ungeheuerlichen Vorgang“ sprach Uwe Schwarz (SPD). Marc Hainski (Gemeinsam für Einbeck) gab zu bedenken, dass es schwer sei, „gute Leute zu finden“.

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