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Notärzte im Landkreis Göttingen drohen mit Rückzug aus Notfallversorgung

Notdienst in Turbulenzen Notärzte im Landkreis Göttingen drohen mit Rückzug aus Notfallversorgung

Nach Drohungen einiger Mündener Mediziner mit ihrem Rückzug aus der Notfallversorgung hat die Göttinger Kreisverwaltung reagiert: „Die Notfallversorgung“, erklärt Kreisrätin Christel Wemheuer, „ist gesichert, und der Landkreis wird dafür Sorge tragen, dass dies auch weiterhin der Fall sein wird.“

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Notärzte im Landkreis Göttingen drohen mit Rückzug aus Notfallversorgung

Quelle: dpa

Göttingen. Die Unruhe war entstanden, nachdem die Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste (AWO GSD) ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Notärzten nicht vollständig nachgekommen war.

Das Gesundheitsunternehmen befindet sich seit dem 21. April in Planinsolvenz in Eigenverantwortung. Leistungen, die vor diesem Termin erbracht, aber nicht bezahlt wurden, müssen die Ärzte nach Beginn des Insolvenzverfahrens neu anmelden.

Die Nichthonorierung hatte einige Ärzte des freien Notärzterings in Münden zu der Ankündigung veranlasst, ihre Notdiensttätigkeit einzustellen. Die AWO GSD ist allerdings der Auffassung, dass die Notfallversorgung durch die beiden Mündener Krankenhäuser weiterhin gesichert sei.

Der Landkreis Göttingen, verantwortlich für den Rettungsdienst, habe erst am Montag von den Problemen erfahren, erklärt Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann. Grundsätzlich habe der Landkreis die AWO GSD mit der Sicherstellung der Notfallversorgung im westlichen Landkreis beauftragt.

Zwar habe die AWO-Geschäftsführung am 4. Mai noch versichert, dieser Auftrag werde trotz Planinsolvenz uneingeschränkt fortgeführt, aber, so Lottmann: „Nach den nun öffentlich gewordenen Problemen hat der Landkreis unverzüglich alle Beteiligten zu einem Gespräch eingeladen. Es findet in den nächsten Tagen im Kreishaus statt.“

Neben den Verantwortlichen der AWO GSD würden auch die Mündener Notärzte mit am Tisch sitzen. „Angesichts des Vertrauensverlustes der AWO bei den Notärzten holen wir ihre Vertreter dazu“, erklärt Kreisrätin Wemheuer. Der Rettungsdienst im Bereich Hann. Münden sei gewährleistet, so Wemheuer.

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