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Verhandlungen zu „OM10“ begonnen

Ehemaliges Gewerkschaftshaus Verhandlungen zu „OM10“ begonnen

In den Streit um das besetzte ehemalige DGB-Haus in Göttingen kommt Bewegung: Am Freitag haben sich die Aktivisten und der Hauseigentümer erstmalig zu Verhandlungen getroffen. Die Besetzer bestehen allerdings darauf, mit dem deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und nicht dessen Treuhandgesellschaft zu verhandeln.

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OM10: Besetztes DGB-Haus in Göttingen (Archivbild)

Quelle: Wenzel/Archiv

Göttingen. Zwar begrüßten die Aktivisten aus dem Haus in der Oberen Maschsstraße 10 („Om10“), dass die Treuhandgesellschaft des DGB (VTG) grundsätzlich zu Verhandlungen über eine Legalisierung bereit sei. Weil sie aber die „politische Verantwortung“ beim Gewerkschaftsbund selber sehen, fordern sie unmittelbare Gespräche mit dem DGB. Damit solle er „seine verbalen Bekundungen der Solidarität mit Geflüchteten in die Tat umzusetzen“, teilten die Besetzer mit.

Der DGB war am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, den Aktivisten zufolge will die VTG aber ihrer Forderung entsprechend auf den DGB einwirken.

Von einer Legalisierung des seit November besetzten Hauses erhoffen die Besetzer nach eigenen Angaben „bezahlbaren, selbst verwalteten und integrativen Wohnraum für Geflüchtete und andere Wohnungssuchende“. Zugleich wollen sie in Teilen des Gebäudes einen sozialen Treffpunkt vor allem für Geflüchtete einrichten - ein Vorhaben, dass angesichts zahlreicher Vorträge, Sprachkurse und Café-Nachmittag ihnen zufolge schon realisiert sei. Am Freitag, 15. April, will außerdem der Rat der Stadt Göttingen über die Unterstützung einer Verhandlungslösung zwischen den Besetzern und dem DGB entscheiden. Die Sitzung beginnt um 16 Uhr im Neuen Rathaus.hö

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OM10 in Göttingen

Die Gespräche über die Zukunft des besetzten DGB-Hauses, in dem Flüchtlinge betreut werden, laufen weiter. Eine Einigung steht noch aus. In wöchentlichen Abständen finden derzeit Gespräche zwischen den Besetzern und Gottfried Feichtinger von der Vermögenstreuhandgesellschaft (VTG) statt.

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