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OP-Team schon an der Arbeit

Glück im Unglück OP-Team schon an der Arbeit

„Glück im Unglück“, sagt Northeims Polizeichef Hans Walter Rusteberg und meint die „perfekte Zusammenarbeit“ aller Retter, Helfer und Ärzte beim Brand und der Evakuierung der Albert-Schweitzer-Klinik, deren Funktionsanbau am Sonntag ein Raub der Flammen wurde.

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Evakuierungs-Einsatz in der Helios-Klinik Northeim: Dutzende Helfer-Teams verlegen 106 Patienten.

Quelle: Kreisfeuerwehr Northeim / Lange

Northeim. Glück im Unglück hatten auch Ärzte und Schwestern des Operationsteams, die die Morgenstunden bereits über einer komplizierten Unfall-Operation verbrachten, während nebenan ihre Räume brannten, in denen sie die Nacht über Bereitschaftsdienst verbracht hatten.

Der Alarm war um 6.19 Uhr ausgelöst worden. Zu diesem Zeitpunkt waren nur noch zwei Mitarbeiter in den Funktions- und Bereitschafts-Räumen. Diese seien, so Einsatzleiter Bernd Kühle, „Gott sei Dank nicht gesprungen“, sondern hätten im Vertrauen auf die Feuerwehr bis zur Rettung am Fenster gewartet, so wie es bei vielen Übungen geprobt worden sei. Der weitere Bereitschaftsdienst kämpfte derweil nach einem Unfall um das Leben eines Schwerverletzten.

Schon am Sonntagmorgen hatten zehn Patienten der unter dem Brandherd liegenden Intensivstation evakuiert werden müssen. Sie waren in Kliniken nach Hildesheim gebracht worden. Danach war das ganze vom Brand betroffene Geschoss mit Schaum geflutet worden. Bis zu 400 Feuerwehrleute und Helfer wirkten zeitweise mit. Während gegen 18.55 Uhr noch Schadstoffmessungen liefen, so Ruven Goldberg von der Ortsfeuerwehr, habe es durch schwelende Glutnester einen erneuten Ausbruch des Feuers gegeben.

Erst nachdem das Dach von einem Kran aus aufgerissen wurde, konnte endgültig gelöscht werden.

Wegen des neuerlichen Feuerausbruchs entschlossen sich Ärzte und Klinikleitung gegen 20.15 Uhr, auch die restlichen 106 Patienten in Sicherheit zu bringen. Zehn Kliniken in Göttingen, Einbeck, Gandersheim, Gronau und Duderstadt hatten hierfür Kapazitäten zur Verfügung gestellt. Man habe auch weiter entfernte Kliniken gewählt, weil Häuser im näheren Umkreis jetzt die Notversorgung übernehmen müssen, so lange die Northeimer Klinik geschlossen bleibt.

Der Landkreis hat Notarztbesetzung und -fahrzeuge für diese Zeit bereits verdoppelt. Das unbeschädigte Haus soll nach einer Reinigung so schnell als möglich wieder öffnen. Wann, das ist noch unklar. Ebenso die Brandursache und die Höhe des Schadens. Hier haben die entsprechenden Ermittlungen gestern erst begonnen.

Hinweis: Der Artikel wurde aktualisiert.

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